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Kimi-Podium nicht genug

Ferrari hatte auf Sieg spekuliert

Vettel & Räikkönen - GP Bahrain 2015 Foto: xpb 59 Bilder

Bei Ferrari wusste man nach dem Rennen nicht, ob man sich über Platz 2 von Kimi Räikkönen freuen sollte. Teamchef Maurizio Arrivabene gab zu, dass man vor dem Rennen zuversichtlich war, Mercedes schlagen zu können.

19.04.2015 Tobias Grüner

Bei Ferrari war der Optimismus vor dem Start in das vierte Saisonrennen groß. Die guten Longrun-Zeiten im Freien Training ließen auf ein gutes Rennen hoffen. Es sollte der Großangriff auf Mercedes gestartet werden. Viele Experten im Fahrerlager nannten Sebastian Vettel vor dem Rennen noch als den größten Siegfavoriten.

Kühlere Temperaturen helfen Mercedes

Doch am Ende wurde daraus nichts. Mercedes konnte die Ferrari-Pace im Rennen mitgehen. Der Sieg von Lewis Hamilton geriet nicht in Gefahr. Teamchef Maurizio Arrivabene gab zu, dass er sich mehr ausgerechnet hatte: "Heute früh war ich noch sehr zuversichtlich. Aber dann nahm der Wind zu und ich dachte nur - oh shit."

Bei etwas kühleren Temperaturen konnte Ferrari seinen Vorsprung nicht mehr so gut ausspielen. Dennoch konnte Kimi Räikkönen immerhin einen Silberpfeil schlagen und seinen ersten Podiumsplatz nach anderthalb Jahren feiern. "Kimi is back", jubelte Arrivabene. "Es ist wichtig, dass wir zwei gute Fahrer haben. Ich freue mich für ihn."

Der Iceman selbst wusste nach dem Rennen nicht so recht, ob er sich freuen soll. "Mit dem zweiten Platz ist man natürlich nie ganz zufrieden, aber nach einem schwierigen Saisonstart war dieses Ergebnis wichtig. Am Ende konnte ich richtig gut aufholen, aber dann sind mir die Runden etwas ausgegangen. Nach dem Qualifying-Resultat dürfen wir aber nicht unglücklich sein."

Räikkönen verliert Rennen hinter Vettel

Räikkönens Schnell-Analyse des Rennens ergab, dass er das Rennen im ersten Stint verloren hatte. Zu viel Zeit ging zu Beginn hinter Teamkollege Sebastian Vettel verloren. "Ich hatte das Gefühl, dass ich schneller war, aber Überholen ist nicht einfach. Im zweiten und dritten Stint konnte ich dann frei fahren und alles lief gut. Aber da war ich leider schon etwas weit von der Spitze entfernt."

Mit den Soft-Reifen am Ende konnte sich Räikkönen immerhin noch Rosberg schnappen, der allerdings auch von einem Bremsproblem gehandikapt wurde. Auch Vettel ließ Räikkönen zum ersten Mal in diesem Jahr hinter sich. Der Deutsche leistete sich zu viele Fehler. Der entscheidende in der 35. Runde kostete ihn den Frontflügel und einen sicheren vierten Platz.

Vettel ohne Angriffsmöglichkeit gegen Bottas

"Ich habe einfach zu viel Gas gegeben", gab der Heppenheimer zu. Gegen die Mercedes wäre es für Vettel aber wahrscheinlich auch ohne den Extra-Reparaturstopp schwer geworden. "Ich habe einfach nicht ganz den Rhythmus gefunden. Mercedes hatte eine sehr gute Pace - vielleicht mehr als sie vor allem im Mittelstint gezeigt haben. Da haben sie das Tempo etwas kontrolliert."

Durch den Nasenwechsel fiel Vettel sogar noch hinter Valtteri Bottas zurück. Trotz besserer Pace fand der Vierfach-Weltmeister keinen Weg vorbei am Williams: "Ich bin einfach nicht nah genug rangekommen. Er hat sich auch gut verteidigt", lobte Vettel seinen Gegner. In Zukunft will man aber nur noch gegen einen Gegner kämpfen: "Das Ziel ist weiter Mercedes einzuholen. Es ist erstaunlich, wie weit wir schon rangekommen sind. Aber es gibt immer noch etwas Rückstand."

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