Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kimi Räikkönen auf Fehlersuche

"Streckenlayout und Reifentyp sind schuld"

Kimi Räikkönen - Fernando Alonso - Formel 1 - GP Brasilien - 9. November 2014 Foto: xpb 93 Bilder

Kimi Räikkönens Comeback-Saison bei Ferrari ist eine Enttäuschung. Der Finne liegt mit 53 Punkten nur auf Platz 11 der Gesamtwertung. Hin und wieder gibt es jedoch Lichtblicke. So wie in Sao Paulo. Räikkönen erklärt das auf und Ab in seinem Kampf mit dem Ferrari F14T.

15.11.2014 Michael Schmidt

Kimi Räikkönen wird bei Ferrari nicht glücklich. Sein viertes Jahr nach 2007, 2008 und 2009 ist sein schlechtestes. Im Trainingsduell steht es 16:2 für Teamkollege Fernando Alonso. Nach Punkten führt der Spanier mit 157:53. Räikkönen hadert mit seinem Auto. Der Ferrari produziert zu wenig Grip auf der Vorderachse. Und die automatische Bremskraftverstellung kommt Räikkönen vor wie eine Wundertüte.

Der Weltmeister von 2007 bringt seine Probleme auf den Punkt: "Ich mag Autos nicht, die nicht einlenken wollen. Das passt nicht zu meinem Fahrstil." Räikkönen ist am Lenkrad ein Ästhet. Einer, der mit wenigen Lenkbewegungen auskommt. Alonso zwingt der Vorderachse seinen Willen auf, indem er abrupt einlenkt. Das lässt die Reifen walken. Dadurch entwickelt sich Grip. Den Rest der Kurve lenkt der Spanier mit dem Gaspedal.

Strecke und Reifen entscheiden über Räikkönen-Form

Räikönens Saison ist nicht durchweg schlecht. Es gibt durchaus Lichtblicke. Melbourne, Barcelona, Budapest, Spa, Singapur und Sao Paulo zum Beispiel. Da konnte der 35-jährige Finne Alonso unter Druck setzen. Beim GP Brasilien war er als einziger in der Lage, mit zwei Boxenstopps über die Distanz zu fahren.

Räikkönen erklärt sich das Auf und Ab so: "Es hängt vom verwendeten Reifentyp und der Streckencharakteristik ab, ob wir das Problem in den Griff bekommen. Manchmal glauben wir, es gäbe ein Rezept, aber dann kehren die Schwierigkeiten wieder zurück."

Generell gilt: Je runder die Kurven und je weicher die Reifenmischungen, umso besser läuft es bei dem 20-fachen GP-Sieger. Es gibt aber auch Ausnahmen. Singapur zum Beispiel. Viel Stop-and-Go, insgesamt 18 Bremspunkte, also 18 Mal dieses verdammte Gefühl, dass man vorher nicht weiß, wie das Auto auf der Bremse reagiert, und wie man es dann in die Kurve reinbringen soll. Möglicherweise haben auf dem Stadtkurs die Mischungen soft und supersoft geholfen.

Räikkönen schließt Verlängerung bei Ferrari nicht aus

Andererseits gab es in Barcelona die beiden härtesten Gummisorten. Und da kam Alonso nur mit einem Trick an Räikkönen vorbei. Weil er sich den jeweils früheren Boxenstopp erbettelte. Dafür gibt es in Barcelona genug lange Kurven, die den Vorderreifen auf Temperatur bringen. Und das bedeutet Grip beim Einlenken. So wie es Kimi mag.

Der Ferrari-Heimkehrer hat noch einen anderen Verdacht: "Die Probleme kommen auch von den neuen Reifenkonstruktionen. Letztes Jahr waren die Vorderreifen viel stärker." Ferrari versucht das Handikap mit der Fahrzeugabstimmung aus der Welt zu schaffen. Das gelingt aber nicht immer: "Bei unserem Auto sind uns beim Setup in bestimmten Details Grenzen gesetzt." Dazu zählen auch gewisse Motoreinstellungen, die sich auf das Fahrverhalten auswirken.

Räikkönen lässt sich durch den Frust auf der Rennstrecke nicht beirren. "Wenn du nicht gewinnen kannst, ist es eine Saison zum Vergessen. Aber wenigstens haben wir für nächstes Jahr viel gelernt." Seine erste Saison mit Sebastian Vettel muss nicht unbedingt seine letzte sein. Räikkönen kämpferisch: "Wenn ich im nächsten Jahr gute Resultate habe, warum soll ich dann nicht auch 2016 für Ferrari fahren?"

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden