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Kimi Räikkönen: "Fühle mich wohl auf meinem Planeten"

Der "Iceman" Kimi Räikkönen schottet sich gerne von der Außenwelt ab. Nun bestätigte der Finne die Aussage seines Teamchefs Stefano Domenicali, dass er auf einem "eigenen Planeten" lebe.

Es ist eine seiner großen Stärken: Kimi Räikkönen lässt keine Kritik an sich heran, auch negative Erfahrungen wie Rennausfälle werden scheinbar ohne größere Emotionen zur Kenntnis genommen. Deshalb glaubt Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali auch nicht daran, dass Kimi durch die enttäuschende Saison 2008 besonders unter Druck gesetzt ist.

Iceman zeigt Emotion

Ich bin überzeugt, dass das neue Jahr für ihn wieder gut wird. Er kann sich isolieren und lebt auf einem eigenen Planeten. Kimi lebt sein eigenes Leben." Mit diesen deutlichen Worten wurde der "Iceman" am Donnerstag (15.1.) auf einer Pressekonferenz bei der offiziellen Saisoneröffnung in Madonna di Campiglio konfrontiert. Auf die Frage, wie denn das Leben auf seinem Planeten so sei, antwortete Kimi ungewohnt humorvoll: "Das Leben auf meinem Planeten ist schön. Ich kann mich nicht beschweren."

Dabei konnte man für einen Moment sogar ein Lächeln im Gesicht des sonst eher emotionslosen Finnen registrieren. Diese Art des Gefühlsausbruchs hatte man nach den Äußerungen seines Teamchefs vom Vortag nicht erwarten: "Wir können nicht erwarten, dass uns Kimi diese Saison öfter ein Lächeln schenkt oder das er plötzlich italienisch spricht", hatte Dominicali noch am Mittwoch die Erwartungen an seinen Weltmeister von 2007 heruntergeschraubt.

Erst F1-Test dann Rallye

Ferrari gibt seinem Star allerdings auch die nötigen Freiheiten. So darf der 29-Jährige Ende Januar mit einem Fiat Grande Punto S2000 an der Arctic Lapland Rallye teilnehmen, bei der unter anderem auch Landsmann Mika Häkkinen am Start ist. "Ich habe Rallye-Fahren schon gemocht, als ich ein kleines Kind war. Leider habe ich noch nicht so viel Erfahrung"

Vor dem Driften im arktischen Schnee stehen allerdings noch Testfahrten mit dem neuen F60 auf dem Programm. Am Montag und Dienstag will Kimi bei den Testfahrten in Portimao dem 2009er Ferrari erstmals die Sporen geben. Er sei hungrig auf die neue Saison und wolle endlich wieder Rennen gewinnen, sagte der Finne. "Wenn ich nicht motiviert wäre, würde ich hier nicht sitzen."

Umstellungen in der neuen Saison

In der kommenden Saison muss der Ex-Weltmeister mit einem neuen Renningenieur auskommen. Andrea Stella nimmt den Posten von Chris Dyer ein, der künftig für die Koordination an der Strecke verantwortlich ist. "Das habe aber nichts damit zu tun, dass ich mich nicht mit Chris Dyer verstanden habe", stellte Kimi anderslautende Berichte klar. Mit seinem neuen Renningenieur arbeite er schon seit zwei Jahren zusammen, so dass die Veränderung nicht so groß werde.

Eine größere Umstellung sieht Kimi allerdings im Testverbot während der Saison. "Wenn das Auto von Beginn an gut ist, hat man sicherlich kein Problem. Wenn du allerdings vom Start weg mit Problemen kämpfst, wird es das ganze Jahr über schwierig werden." Erst nach den Tests könne man besser einschätzen, wie schnell das neue Auto ist und ob Ferrari auch 2009 um den Titel kämpfen kann.

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