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Kimi Räikkönen

"Manchen Fahrern kann man nicht trauen"

Kimi Räikkönen - Lotus - Formel 1 - GP Kanada - 6. Juni 2013 Foto: xpb 93 Bilder

Für Kimi Räikkönen war auch in Montreal immer noch die Kollision mit Sergio Perez in Monaco das große Thema. Der Finne beklagte sich noch einmal über die Angriffe des Mexikaners. Dass es keine Strafe gab, konnte der Iceman nicht nachvollziehen.

06.06.2013 Tobias Grüner

Für Kimi Räikkönen endete der GP Monaco mit einer Enttäuschung. Platz 10 war am Ende noch Schadensbegrenzung. Eigentlich hatte der Weltmeister von 2007 Platz 5 angepeilt. Doch dann kam Sergio Perez dazwischen. Bei der Attacke des McLaren-Piloten kollidierten die beiden Autos in der Schikane.

Räikkönen sauer auf Perez

Schon in Monaco hatte der Iceman geflucht, dass Perez wegen seiner Fahrweise mal ein paar Schläge ins Gesicht vertragen könnte. Diese Worte wollte er zwar nicht wiederholen, doch der Ärger war auch zwei Wochen danach in Montreal nicht verflogen. Immer noch klagte Räikkönen über die Zweikampfführung seines Gegners.

"Ich konnte nichts machen. Ich habe die Linie mitten auf der Strecke gewählt und bin nur noch geradeaus gefahren. Er hätte mich niemals überholen können, wenn ich nicht ausgewichen wäre", erinnerte sich Kimi. "Ich musste schon ein paar Runden vorher ausweichen, weil er zu schnell war. Aber so funktioniert das nicht. Der Vordermann geht nicht einfach aus dem Weg. Man kann nicht überholen, indem man immer voraussetzt, dass der Gegner eine Kollision vermeiden will."

Schuldfrage bleibt ungeklärt

Nach dem Rennen traf man sich bei der Rennleitung wieder. Doch die Kommissare entschieden, keine Strafe auszusprechen. "Die Stewards haben entschieden, dass es ein normaler Rennunfall war. Sie haben mir gesagt, dass ich nicht schuld war. Aber wenn man kollidiert, muss ja einer schuld sein. Ich weiß, dass Charlie (Whtiting) mit Perez gesprochen hat. Ich weiß aber nicht, was besprochen wurde."

Laut Räikkönen sei Perez nicht der einzige Pilot, bei dem man auf der Strecke besonders aufpassen muss. "Bei manchen Fahrern muss man einfach vorsichtiger sein. Denen kannst Du im Zweikampf nicht trauen. Bei den Top 5-Fahrern weiß man genau, dass die einem nicht ins Auto fahren. Die kämpfen hart aber fair. Man kann aggressiv sein. Aber man muss auch einen Plan beim Überholen haben und nicht einfach nur darauf hoffen, dass der andere schon zur Seite fahren wird. Bei manchen weiß man nicht, was man erwarten kann."

Bottas macht freiwillig Platz

Nach dem Zwischenfall mit Perez und dem notwendigen Reparaturstopp fiel der Lotus-Pilot kurzzeitig aus den Punkten. Nur eine furiose Aufholjagd in den letzten zwei Runden brachte ihn wieder in die Top Ten zurück. Für etwas Aufregung sorgte dabei allerdings das Überholmanöver gegen Landsmann Valtteri Bottas. "Ich habe ihn zwischen zwei Kurven überholt. Ich weiß auch nicht was los war. Ich dachte zuerst, er hat ein Problem. Aber dann hat er wieder Gas gegeben."

Dass Rookie Bottas den Weg für Kimi frei gemacht hat, hatte allerdings nichts mit absichtlicher Hilfe unter zwei Finnen zu. "Das war ein Missverständnis mit meiner Box", berichtete Bottas. "Sie haben mir gesagt, ich solle ihn nicht vorbeilassen. Ich habe aber vorbeilassen verstanden. Ich habe Kimi das ganze Rennen nicht gesehen und dachte, er führt das Rennen an und will mich überrunden."

Vor allem bei Sauber stieß das Vorbeiwinken sauer auf. So konnte sich Räikkönen auf den letzten Kilometern auch noch Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez vornehmen. "Von den Saubern habe ich einen innen und einen außen in der ersten Kurve überholt. Einen Caterham habe ich noch in der Haarnadel geschnappt", so Kimi über die Schlussrunden. "Ich hatte nichts zu verlieren. Ich wusste gar nicht, auf welcher Position ich lag. Ich habe am Ende einen Punkt gewonnen. Das könnte irgendwann einen großen Unterschied machen."

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