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Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen spielt Poker in der Wüste

Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP Bahrain - 21. April 2012 Foto: xpb 93 Bilder

Kimi Räikkönen pokerte hoch. Der Finne schenkte Startplätze her, um sich frische Reifen für das Rennen aufzuheben. Jetzt hat vier neue Satz Reifen für das Rennen. Mehr als jeder andere Fahrer im Feld. "Ich hoffe, die Taktik geht auf."

21.04.2012

Kimi Räikkönen entwickelt sich in seiner zweiten Karriere zum Pokerspieler. Auch wenn er das Wort pokern nicht hören will. Beim GP China versuchte er, mit dem zweiten Satz Reifen 28 Runden auf der Strecke auszuhalten. Der Versuch ging schief. In der Qualifikation zum GP Bahrain stieg Räikkönen nach seinem ersten Versuch in der zweiten K.O.-Runde aus. Zu dem Zeitpunkt lag er auf Platz sieben. Nur zehn kommen weiter. Das war mutig, denn mit seiner Zeit von 1.33,789 Minuten hatte er nicht genügend Luft nach hinten.

Freie Reifenwahl

Es kam, wie es kommen musste. Teamkollege Romain Grosjean, Sergio Perez, Daniel Ricciardo und Paul di Resta zogen noch vorbei. Kimi war draußen. Festzementiert auf Platz elf. Dem Königsplatz außerhalb der Top Ten, weil er sich die Reifentypen aussuchen kann. Dafür kann er jetzt zwischen vier neuen Reifensätzen wählen. Zwei weichen, und zwei harten. Keiner hat mehr. Am nächsten kommt ihm noch Nico Rosberg, der zwei Sätze der harten und einen der weichen Gummimischung für das Rennen zur Verfügung hat.

Räikkönen glaubt, dass seine Taktik aufgehen könnte. "Dieses Rennen wird mehr durch den Reifenverschleiß bestimmt als andere. Ich habe alle Optionen, auch um eine alternative Strategie zu fahren. Die anderen haben das nicht. Ich kann nicht sagen, wie groß der Vorteil neuer Reifen ist, aber er ist nicht wegzudiskutieren. Die Reifen lassen hier schon nach einer Runde nach."

Viel weiter vorne als Stallrivale Grosjean wäre er auch dann nicht gestanden, wenn er noch einen Satz Reifen geopfert hätte, um ins Q3 vorzudringen. "Der siebte Startplatz ist ungefähr das, was unser Auto hier kann. Der einzige Nachteil meiner Startposition ist, dass von dort hinten die Chance größer ist, in der ersten Kurve in einen Unfall mit hineingerissen zu werden."

Überholen einfacher

Am Topspeed wird es nicht liegen, wenn Räikkönen im Rennen Plätze gutmachen will. Mit 317,9 km/h ist er auf der Geraden der Zweitschnellste im Feld. "Hier sollte Überholen einfacher sein als in Shanghai", glaubt Räikkönen. "Die DRS-Zone ist länger." Außerdem gibt es noch zwei andere Stellen, wo man es auch ohne DRS probieren kann.

Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass Kimi Räikkönen sein letztes Formel 1-Rennen auch mit kluger Taktik gewonnen hat. Der Finne nutzte 2009 in Spa seinen Kers-Vorteil im entscheidenden Moment aus, um an Giancarlo Fisichella vorbeizukommen. Den Rest des Rennens verteidigte sich der damalige Ferrari-Pilot mit Hilfe der Kers-Power gegen den schnelleren Force India-Piloten.

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