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Kimi

Rückkehr auf die Siegerstraße?

Foto: Ferrari 54 Bilder

Eine finnische Briefmarke erinnert noch an seinen WM-Triumph, doch auf der Rennstrecke ging die Post zuletzt meist ohne Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen ab.

05.09.2008

Beim Großen Preis von Belgien am Sonntag (7.9.) hilft dem seit acht Rennen sieglosen Titelverteidiger nur ein Erfolg, um nicht vorzeitig alle WM-Chancen einzubüßen und zum Edelhelfer für Ferrari-Teamkollege Felipe Massa Degradiert zu werden. "Es ist vieles schiefgelaufen. Hoffentlich schlagen wir jetzt zurück", sagte der 28-Jährige. Die Chancen für ein Comeback stehen gut: Auf seiner Paradestrecke in Spa-Francorchamps hat Räikkönen die letzten drei Rennen gewonnen.

Diskussion um Helferrolle

Lustlos, glücklos, erfolglos - der Champion war zuletzt nur ein Schatten seiner selbst. "Der Iceman schmilzt", kommentierte die italienische Tageszeitung "La Stampa" die jüngsten Darbietungen des Scuderia-Piloten. Vor allem in der Qualifikation bekam der Finne zu oft sein Auto nicht in den Griff und fuhr dann im Rennen seinen Rivalen von Beginn an hinterher. "Er ist ein super talentierter Fahrer, und ich kann einfach nicht glauben, dass es Kimi ist, der da im Moment fährt", urteilte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Mit 13 Zählern Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes ist Räikkönen wie im Vorjahr im Titelrennen in Bedrängnis geraten. Prompt entbrannte die Diskussion um eine Stallorder zugunsten seines Teamkollegen Massa, der vor dem letzten Saisondrittel sieben Punkte vor ihm liegt. "Beide Fahrer wissen, dass Sie dem jeweils anderen in der WM-Schlussphase helfen müssen, wenn es erforderlich ist", betonte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Wenn es notwendig ist, wird er mir helfen - ganz sicher. Das ist Teil unseres Jobs", meinte Massa.

Titelverteidigung noch in Reichweite

Noch aber will Räikkönen niemand abschreiben. "Ich traue ihm in Spa alles zu", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der mit dem Finnen im Silberpfeil dessen ersten beiden Belgien-Erfolge 2004 und 2005 feierte. "Er sind noch sechs Rennen, er hat noch seine Chance", meint auch Hamilton. Der Brite weiß, wozu der Ferrari-Mann fähig ist. Im Vorjahr holte Räikkönen in den letzten beiden Rennen noch 17 Punkte Rückstand auf Hamilton auf und wurde Weltmeister.

Ein ähnliches Husarenstück hat der Champion erneut im Sinn. "In Spa werde ich ins Titelrennen zurückkehren", kündigte er die WM-Wende an. Noch hat Räikkönen die Rückendeckung seines Teams. Ferrari-Chef Luca di Montezemolo trat Gerüchten um einen Rauswurf des Weltmeisters am Saisonende und einem Engagement des bei Renault unzufriedenen Fernando Alonso mit der Ankündigung entgegen, die Fahrerpaarung werde auch 2009 Räikkönen/Massa heißen. Mit seiner Jobgarantie verknüpfte der Fiat-Boss allerdings eine klare Forderung: "Kimi hat 17 Grand-Prix-Siege auf dem Konto und ich hoffe, dass er in Belgien auf die Siegerstraße zurückkehren wird."

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