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Klarheit um Technik-Trick

Fric offiziell verboten

Sauber - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 20. August 2014 Foto: ams 22 Bilder

Nach einer Sitzung der Technischen Direktoren mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting wurde vereinbart, das hydraulisch vernetzte Fahrwerk Fric nun auch offiziell zu verbieten. Jede hydraulische Verbindung der Aufhängungselemente von vorne nach hinten oder über Kreuz würde den Sportkommissaren gemeldet und zu einer Disqualifikation führen.

20.08.2014 Michael Schmidt

Bislang war Fric nur inoffiziell geächtet. Die FIA hatte die Teams vor dem GP Deutschland lediglich vor einem Einsatz gewarnt. Das hydraulisch vernetzte Fahrwerk hätte Proteste anderer Teams nach sich ziehen können, die möglicherweise erfolgreich gewesen wären. Danach traute sich keiner mehr, den Trick, der 2008 von Lotus eingeführt wurde, zu benutzen.

Zwei Rennen lang herrschte Unklarheit zu dem Thema. Theoretisch hätte ein Team die Sportkommissare um ihre Meinung fragen können, doch selbst das ersparte man sich. Die elf Teams bauten Fric lieber aus. Es hat am Kräfteverhältnis wenig bis gar nichts geändert.

Fric von vorne nach hinten und über Kreuz illegal

Jetzt gibt es endlich Klarheit. Bei einer Sitzung der Technischen Arbeitsgruppe erklärte FIA-Rennleiter Charlie Whiting den Technikchefs, dass hydraulische Verbindungen zwischen den Aufhängungselementen vorne und hinten und damit auch über Kreuz automatisch an die Sportkommissare berichtet würden, mit dem Hinweis, dass sie gemäß Artikel 3.15 nicht regelkonform sind. Ein System, das nur das Rollverhalten kontrolliert, ist erlaubt. Der FIA ist es egal, ob dies hydraulisch oder mechanisch über einen Stabilisator passiert.

Was ist der Unterschied zu vorher? Wenn jetzt ein Auto mit Fric entdeckt wird, wäre es automatisch illegal. Beim GP Deutschland und GP Ungarn wäre der Fall nur bei einem Protest an die Sportkommissare weitergereicht worden, die dann durchaus positiv hätten entscheiden können. Dann wiederum wäre die FIA am Zug gewesen.

Ferrari plant legale Auspuff-Modifikation

Ein kleines Detail am Rande. Gerüchten zufolge will Ferrari seine Auspuffkrümmer mit einem Lack beschichten, um mehr Hitze und damit Energie im Auspufftrakt zu konservieren. Die Homologation der Antriebseinheiten erlaubt einen solchen Eingriff genauso wie die lokale Ummantelung der Auspuffrohre nach dem Vorbild von Marussia. Nur permanente mechanische Veränderungen am Auspuff sind verboten.

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