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Christian Klien wieder in der Formel 1

"Kann nicht gleich allen um die Ohren fahren"

Christian Klien Foto: xpb 22 Bilder

Christian Klien wird in Singapur das erste Formel 1-Rennen seit vier Jahren bestreiten. Der HRT-Pilot geht das Wochenende gelassen an. Große Ziele gibt es nicht. Lernen ist angesagt. Probleme gibt es vor allem noch auf einer schnellen Runde mit weichen Reifen.

25.09.2010 Tobias Grüner

Die Nachricht über das Comeback von Christian Klien kam am Freitag (24.9.) aus heiterem Himmel. Sakon Yamamoto soll sich in Singapur eine Lebensmittelvergiftung zugegezogen haben. Aus dem Umfeld des Japaners war aber auch die Version zu hören, dass Yamamoto völlig gesund in seinem Hotelzimmer sitzen soll und sich mit Videospielen die Zeit vertreibt.

Im Fahrerlager geht das Gerücht, dass Klien bei seiner Verpflichtung ein Renneinsatz bei HRT versprochen wurde. Im zweiten Training war den Hispania-Boliden des Österreichers auch schon mit dem "Christian"-Schriftzug auf dem Seitenkasten ausgestattet, der kurzfristig organisiert wurde. Teamchef Colin Kolles dementiert, dass der Austausch schon vorher geplant war. Auch der Fahrer selbst gab sich ahnungslos. "Ich war sehr überrascht, als ich von meinem Einsatz gehört habe. Aber ich habe mich natürlich sehr gefreut", beschreibt Klien seine Reaktion auf die Krankmeldung des Teamkollegen.

Klien bekommt den Vorzug vor Chandhok

Es war allerdings eine kleine Überraschung, dass Klien den Vorzug vor Karun Chandhok erhalten hat. Der Inder gehörte in der ersten Saisonhälfte neben Bruno Senna zum Stammpersonal bei HRT und kennt das Auto nach zehn Grand Prix-Starts sicher etwas besser. "Christian war die erste Wahl. Er verdient den Einsatz", begründet Teamchef Kolles die Entscheidung. "Karun hatte bereits seine Chance."

Klien versuchte am Freitag das Beste aus den Möglichkeiten zu machen. Seine Erwartungen mit dem völlig unterlegenen Auto sind gering. "Ich habe mir kein großes Ziel vorgenommen. Ich war das erste Mal seit 2006 unter Rennbedingungen im Auto. Es ging mehr darum, alles kennenzulernen und Schritt für Schritt weiter zu arbeiten. Man darf nicht denken: Ich setze mich jetzt ins Auto und kann gleich allen anderen um die Ohren fahren."

Klien mit schwierigem Comeback

Klien setzt sich nicht unter Druck. Im Wissen, dass er auch am Sonntag fahren darf, ging es der 27-Jährige gelassen an. Auf den ersten Metern von Singapur musste er sich zunächst einmal akklimatisieren. "Die Strecke ist sehr schwierig. Die Bedingungen im Auto sind extrem hart, weil es richtig heiß ist. Man schwitzt extrem", berichtet der Vorarlberger.

Allerdings waren schnell Fortschritte zu erkennen. "Von der ersten auf die zweite Session habe ich mich deutlich verbessern können. Auf dem harten Reifen habe ich mich dann auch relativ schnell wohlgefühlt. Mit dem bin ich ja schon in Valencia und Barcelona gefahren."

Probleme auf einer schnellen Runde

Nur mit den weichen Gummis klappte es noch nicht so gut. "Da habe ich etwas Zeit verloren, weil das Setup noch nicht ganz gepasst hat. Ich habe auch noch etwas Schwierigkeiten, die Leistung auf eine schnelle Runde umzusetzen. Da fehlt mir noch die Erfahrung aus den letzten Jahren. Das werden wir im dritten Training noch einmal üben."

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