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Pascal Wehrlein will zu Manor

Reichen vier Millionen für die Formel 1?

Pascal Wehrlein - Mercedes  Formel 1-Test - Barcelona - 26. Februar 2015 Foto: xpb

Wird er befördert oder nicht? Die Entscheidung, ob DTM-Champion Pascal Wehrlein 2016 Formel 1 oder DTM fährt, steht nach Angaben seines Arbeitgebers Mercedes unmittelbar bevor.

22.01.2016 Arno Wester, Christian Eichenberger

Am Rande der DMSB-Gala in Wiesbaden, wo Mercedes-Fahrer Pascal Wehrlein am Donnerstag (14.1.2016) als jüngster DTM-Gewinner aller Zeiten geehrt wurde, verriet der 21-Jährige, "dass darüber entweder in dieser oder spätestens in der nächsten Woche final entschieden werde". Für Wehrlein persönlich hat die Formel 1 nach wie vor Priorität, auch vor dem Hintergrund, dass er nur im Team Manor zum Einsatz käme.

Die britische Mannschaft, die in der Konstrukteurswertung 2015 punktelos den zehnten und letzten Platz belegte, hat sich kürzlich die Dienste des ehemaligen Ferrari-Chefdesigners Nikolas Tombazis gesichert. Der 47 Jahre alte Grieche glaubt, das Manor-Team mit seiner Erfahrung und in der neuen Rolle als Chef- Aerodynamiker aus dem Schattendasein führen zu können. Tombazis ist nicht der einzige Neuzugang bei den Hinterbänklern. John McQuilliam (als technischen Direktor) und Ex-McLaren-Sportdirektor Dave Ryan (als Renndirektor) sollen die Abgänge der beiden Langzeitchefs John Booth und Graeme Lowdon kompensieren.

Wolff von Wehrlein überzeugt

Wehrlein würde zudem von Mercedes-Benz-Hybrid-Power profitieren, denn sein Arbeitgeber rüstet das Team Manor nach dem Abschluss einer mehrjährigen Liefervereinbarung ab 2016 bekanntermaßen mit neuen Motoren aus. Die Sache hat nur einen Haken: das liebe Geld! Angeblich sind die 4 Millionen Euro, die Mercedes für das Wehrlein-Cockpit zahlen will, den Briten (die auf Bezahlfahrer angewiesen sind) viel zu wenig. Sie verlangen mehr als das Doppelte.

Deshalb haben die letztjährigen Fahrer Alex Rossi (USA) und Will Stevens (GB) weiter gute Karten. Vor allem Rossi wird ein größeres Sponsorenpaket (bis zu 15 Mio Dollar) nachgesagt. Gegen solche "Argumente" haben es Wehrlein und Mercedes natürlich schwer.

Unabhängig davon hat Wehrlein vor allem in Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einen großen Förderer. Der Österreicher ist nämlich vom Können des Worndorfers nach mehr als 100 Stunden im Simulator fest überzeugt.

Mehrfach hat Wolff schon betont, Mercedes-F1-Ersatzpilot Wehrlein fahre bereits auf Augenhöhe mit Weltmeister Lewis Hamilton und Vize Nico Rosberg. Auch Wehrlein fühlt sich im Formel 1 pudelwohl. Zuletzt durfte er in Abu Dhabi testen. Nach dem Saisonfinale. Mit 107 Runden war er zwar nicht der Schnellste (es war ja auch nur ein Reifentest), dafür war der Mercedes-Junior der fleißigste.

Tags darauf saß Wehrlein auch noch im GP2-Auto - im Rennstall des neuen Teams Prema, das 2016 statt Lazarus an den Start gehen werde. Obwohl Wehrlein hinterher ein Engagement im Vorzimmer der Formel 1 nicht ausschließen wollte, bezeichnen Insider die Chancen, dass man ihn dort sieht, als sehr gering. Mercedes hat bis heute kein großes Interesse daran gezeigt, einen ihrer Youngster in der GP2 zu platzieren. Außerdem sind die Top-Teams ART (mit Honda liiert) und Dams (Red Bull) bereits besetzt.

Plan B - Titelverteidigung in der DTM?

Falls es mit der Formel 1 - sprich Manor - nichts wird, kann sich Wehrlein nach eigenem Bekunden durchaus noch eine weitere Saison in der DTM vorstellen. "Wenn es mit der Formel 1 nicht klappen sollte, wäre es für mich eine ganz große Herausforderung, den DTM-Titel mit dem HWA-Team zu verteidigen. Ich weiß, wie schwer das werden würde", sagt Wehrlein und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Dieses Kunststück haben bisher von 20 Meistern in der DTM-Geschichte seit 1984 erst zwei Fahrer im darauf folgenden Jahr geschafft: Rekord-Champion Bernd Schneider (Mercedes/2001) und Timo Scheider (Audi/2009).

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