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Konzentration auf das Rennen

Mercedes in Montreal optimistisch

Nico Rosberg GP Kanada 2011 Foto: xpb 62 Bilder

Nach der Pleite von Monte Carlo ist Mercedes in Montreal auf dem Weg der Besserung. Die Maßnahmen, den Verschleiß der Hinterreifen zu reduzieren, zeigen offenbar Wirkung. Nico Rosberg und Michael Schumacher verbrachten den Großteil des Trainings mit der Vorbereitung für das Rennen.

12.06.2011 Michael Schmidt

Die Startplätze sechs und acht für Nico Rosberg und Michael Schumacher erzählen nur die halbe Wahrheit. Da standen die Mercedes-Piloten auch in Barcelona und Monte Carlo. Der Absturz kam am Sonntag.

Beide Male ging in der Anfangsphase des Rennens viel Zeit verloren, weil das Auto die Hinterreifen zu stark beanspruchte. Das Problem, das Mercedes schon länger verfolgt, drohte in Montreal besonders schlimm zu werden. Der Stop-and-Go Kurs zählt zu den Strecken, die die Hinterreifen maximal belasten.

Mercedes braucht kühles Wetter

Wenn man den Dauerläufen von Rosberg und Schumacher trauen darf, dann ist Mercedes auf einem guten Weg, das Problem zu lösen. Das hat technische und meteorologische Gründe. Technisch, weil Mercedes das Gewicht auf der Hinterachse reduziert hat. Vom Wetter her, weil es relativ kühl in Montreal ist. Das hilft den Reifen und der Aerodynamik. Je tiefer die Außentemperaturen, umso weniger Öffnungen müssen in die Seitenkästen gestanzt werden. Das verbessert die Strömung zum Heck.

Teamchef Ross Brawn gab für Montreal die Devise aus, dass die Rennvorbereitung Vorrang hat. "Der hohe Reifenverschleiß in Monte Carlo war ein Schock für uns", gibt der Brillenträger zu. "Wir hatten das nach unseren Trainingseindrücken nicht so gravierend erwartet. Um hier nicht das gleiche zu erleben, haben wir uns diesmal hauptsächlich auf eine optimale Abstimmung für das Rennen konzentriert."

Mercedes setzt im Training voll auf das Rennen

"Wir sind sogar noch im dritten Training Dauerläufe gefahren, weil wir sicherstellen wollten, dass wir mit den Hinterreifen auf der sicheren Seite sein werden. Das war ein kleiner Kompromiss zu Lasten der Rundenzeiten in der Qualifikation. Normalerweise konzentriert man sich im dritten Training darauf, das Auto für eine schnelle Runde zu optimieren."

In der Top-Speed-Tabelle liegt Mercedes im Mittelfeld. "So haben wir Reserven, sollte es im Rennen regnen", hofft Brawn. Außerdem sparten sich Rosberg und Schumacher je einen Satz der weichen Reifenmischung für das Rennen auf. "Neue Reifen sind hier zwar ein kleinerer Vorteil als anderswo, aber schaden kann es auch nicht."

Nico Rosberg feuerte den einen Schuss gleich zu Beginn der dritten K.O.-Runde in der Qualifikation ab. "Monaco war eine Lehre für mich. Die Strecke wird hier nicht um so viel besser, als das sich das Risiko zu warten gelohnt hätte."

Michael Schumacher dagegen pokerte, ging erst vier Minuten vor Schluss auf die Strecke und fuhr die Reifen mit zwei Aufwärmrunden optimal an. "Die Chance, dass in Montreal das Training abgebrochen wird, ist geringer als in Monte Carlo. Deshalb habe ich bis zum Schluss auf die bestmöglichen Streckenbedingungen gewartet." Eine optimistische Einstellung. In den drei freien Trainingssitzungen wurde insgesamt vier Mal die rote Flagge geschwenkt.

Fast alles ist möglich für Mercedes

Schumacher und Rosberg fuhren fast identische Rundenzeiten. Der Unterschied auf der Uhr betrug lediglich fünf Hunderstelsekunden. Und das obwohl Schumacher in seiner besten Runde in der Schikane einen riesigen Satz über die Randsteine machte. "Das hat keine Zeit gekostet", widersprach der Rekordsieger gegenteiligen Vermutungen. "Wir haben herausgefunden, dass der direkte Weg durch die Schikane der schnellere ist."

Rosberg geht trotz der jüngsten Enttäuschungen optimistisch in den GP Kanada: "Wir werden hier besser sein als in Monaco. Alles ist möglich", meinte der Blondschopf, um sich gleich darauf wieder zu korrigieren: "Na ja, vielleicht nicht alles, aber doch ein klar besseres Resultat als zuletzt. Das ganze Wochenende hat sich viel besser angefühlt." Auch vor Regen hat Rosberg keine Angst: "Im Regentraining in Istanbul hat sich unser Auto sehr gut angefühlt."

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