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Korean Circuit - erste Strecken-Fotos

Kommen Sie mit auf die erste Korea-Runde

Formel 1 GP Korea 2010 Strecke Bianca Leppert Foto: Dani Reinhard 31 Bilder

Der Korean International Circuit wurde in allerletzter Minute fertig. Erst vor wenigen Tagen wurde die letzte Asphaltschicht aufgetragen. auto-motor-und-sport.de hat schon vor den Fahrern eine Runde gedreht. Laufen Sie doch einfach mit uns mit.

20.10.2010 Bianca Leppert

Auf dem Korean International Circuit liegt endlich der fertige Asphalt. Die Strecke ist bereit für die erste Runde - allerdings nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß. Eine Wanderung wie früher beim Wandertag in der Schule. Allerdings war es etwas aufregender den neu geschaffenen Korea-Kurs abzulaufen, als öde im Wald herumzustapfen. Denn was es auf dem zu sehen gab, war mehr als spannend.

Hält der Asphalt auf dem Korean International Circuit?

Unser Spaziergang auf dem Korean International Circuit dauert insgesamt 1:20 Stunden und bietet jede Menge Unterhaltung. Los ging's wie üblich auf der Start-Zielgeraden. Die Blicke unserer kleinen Wandergruppe richten sich sofort zu Boden. Klebt der Asphalt etwa? Bröckelt schon etwas? Aber kein Grund zur Sorge, es sieht - noch - alles normal aus. Die erste Gerade endet mit einer engen Linkskurve, die nach dem Start für viel Action sorgen dürfte. Geht es doch im 90-Grad-Winkel um die Ecke.

Was die Fahrer dann zu sehen bekommen, gleicht einer Fata Morgana. Die Gegengerade des Korean International Circuit ist so lang, dass man am Ende nur noch die Hitze verschwommen in der Luft schwirren sieht und das Ende nur erahnen kann - zumindest als Fußgänger. Denn die Formel 1-Autos sollen eine Geschwindigkeit von 319,7 km/h am Ende dieses Streckenabschnitts schnell erreichen. Auch hier dürften wir am Sonntag einige Überholmanöver sehen. Die enge Rechtskurve bietet sich geradezu für Ausbremsmanöver an. Und wer sich dabei vertut, hat Glück im Unglück, denn die Auslaufzone ist großzügig.

Pflanzgarten 2.0 in Südkorea

Danach geht es schon auf die nächste Gerade, auf der 295,5 km/h erreicht werden. Für künftige Rennen auf dem Korean International Circuit (außerhalb der Formel 1) soll dies die Start- und Zielgerade werden. Daneben befindet sich die zweite Boxengasse, die eigens für andere Serien errichtet wurde. Am Zaun ein Stück weiter vorn blinkt eine grüne LED-Tafel. Für die Strecke kann es momentan aber kein grünes Licht geben. Denn am gesamten Streckenrand des Korean International Circuit stehen verteilt immer wieder Farbeimer herum, die von letzten Malerarbeiten an den Sponsorenlogos zeugen.

An den Hochgeschwindigkeitsabschnitt, der vor allem McLaren entgegen kommen dürfte, schließt sich eine mittelschnelle Kurvenpassage an, auf die wiederum eine leicht ansteigende Gerade folgt. Diese dürfte für Nervenkitzel bei den ersten Proberunden auf dem Korean International Circuit sorgen, denn der anschließende Linksknick ist nicht einsehbar. In der Wandertruppe witzelt man: "Pflanzgarten 2.0". Apropos sehen: Rechts von der Kuppe stechen uns Tarnanzüge ins Auge. Offensichtlich hat man nun auch noch das Militär eingespannt, um die zahlreichen noch fehlenden Tribünensitze anzubringen.

Was die Piloten dann nach einigen schnellen Kurven erwartet, erinnert an Kurve 8 in der Türkei. Eine lang gezogene Linkskurve, die mit 250,7 km/h durchfahren wird. Am Ende dieser Kurve sind die Fahrkünste der Piloten gefragt. Sie macht hart zu und geht in eine enge Rechtskurve über. Schon beim Ablaufen wurde diese Stelle gefährlich: In ordentlichem Tempo braust ein Kamerafahrzeug vorbei, das die Streckendaten für die Simulatoren der Teams erfasst. Rundherum gibt es jedoch wenig spektakuläre Ansichten. Brach liegendes Land soweit das Auge reicht. Dass hier noch eine Stadt entstehen soll, kann man sich nur mit viel Fantasie vorstellen.

Knappe Auslaufzonen auf dem Korean International Circuit

Nach einer kurzen Geraden führt der Fußmarsch auf dem Korean International Circuit wieder durch mehrere langsame Kurvenpassagen. Auch hier ist wieder Vorsicht geboten. Einige Kehren bieten nur wenig Auslaufzonen. Noch enger wird es schließlich in der anschließenden lang gezogenen Rechtskurve. Hier bekommen die Fahrer regelrecht einen Tunnelblick, stehen doch links und rechts die Mauern. Weiter geht es unter der traditionellen Brücke hindurch - wenn sie denn mal fertiggestellt wird - wieder auf die Zielgerade des Korean International Circuit.

Der Zustand meiner Füße erinnert danach an die Wandertage vergangener Schultage. Im Vergleich zur Leistung der Fahrer, die hier in 1.37,800 Minuten und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 204,14 Kilometer auf dem Korean International Circuit  herumrasen, war dieser Spaziergang aber nur ein Klacks.

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