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Kostendiskussion

Briatore schießt Giftpfeile auf BMW

Flavio Briatore Foto: Renault 12 Bilder

KERS ist für Flavio Briatore ein Reizthema. Gerade jetzt, wo die Formel 1 in der Krise steckt, sei es unverantwortlich, das auf der einen Seite gesparte Geld auf der anderen wieder auszugeben.

20.01.2009 Michael Schmidt

"KERS war ein schrecklicher Fehler. Wir müssen viel Geld investieren in einer Zeit, in der wir eigentlich das Gegenteil tun sollten. Keiner weiß, welche Risiken diese neue Technologie birgt. Wenn wir 2010 ein Standardsystem einführen, war alles Geld, das bis jetzt investiert wird, zum Fenster rausgeworfen. Trotzdem machen wir es, nur weil BMW-Sauber als einziges Team daran festhält."

Freundliche Worte zum Abschied

Im Zusammenhang mit der Streitfrage KERS fällt sogar Lob für den Mann ab, der Briatore nie besonders nahe stand. Ron Dennis und Flavio Briatore - das sind zwei verschiedene Welten. Jetzt, wo der McLaren-Chef sein Amt abgibt, streut ihm Briatore Rosen: "Ich war zwar zu 90 Prozent anderer Meinung als Ron Dennis, aber ich respektiere ihn. Er hat in den letzten 20 Jahren ein tolles Team auf die Beine gestellt. Und er hat eine sehr gute Rolle bei der Spardiskussion gespielt. McLaren hat für das gemeinsame Ziel viel aufgegeben. Das Team, das KERS unter allen Umständen haben will, sollte sich an Ron ein Beispiel nehmen."

Briatore als Prophet

Gemeint ist BMW. In der Ausgabendiskussion blüht Briatore so richtig auf. Er hat vor der Kosteneskalation bereits gewarnt, als die anderen munter weiter investiert haben. "Ich habe schon vor fünf Jahren das Thema  angesprochen. Ich habe immer gesagt, dass es Irrsinn ist, mit 1.000 Angestellten Formel 1 zu fahren. Und ich habe gesagt, dass wir der Technik zuviel Stellenwert einräumen. Hätte Honda damals schon auf mich gehört, hätten sie ihr Team vielleicht nicht zusperren müssen."

Als Geschäftsmann weiß der Renault-Teamchef, was zu tun ist: "Die Formel 1 befindet sich in einem kritischen Moment. Wir müssen jetzt das tun, was ein guter Manager in einem vergleichbaren Fall mit seiner Firma machen würde. Die Formel 1 muss für die Teams ein Profit-Center und kein Kosten-Center werden."

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