Nächstes Rennen: 10. Juni 2012
GP Kanada

Kovalainen: "Kann mich an nichts erinnern"

McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen hat den Horror-Crash vom Rennen in Barcelona soweit überstanden. "Außer ein wenig Kopfweh und einem steifen Nacken fühle ich mich gut", sagte der Finne in einem ersten Statement einen Tag (28.4.) nach dem Unfall.

McLaren hat die Telemetrie-Daten inzwischen genau ausgewertet. Danach prallte der Silberpfeil beim Rennen in Barcelona am Sonntag mit rund 130 km/h in die Reifenbande. Die Verzögerung entsprach sogar dem 27-fachen des eigenen Körpergewichts. Nach einem ersten Blick auf die Datenaufzeichnungen ging McLaren-Chef Martin Whitmarsh noch von Negativ-Kräften in Höhe von "nur" 26G aus.

Obwohl erst 24 Stunden seit dem Unfall vergangen sind, kann es Kovalainen kaum erwarten wieder ins Auto zu steigen: "Ich will mich schnell wieder erholen, um den FIA-Medizin-Check zu bestehen, damit ich in der Türkei wieder Rennen fahren kann."

Totaler Blackout

Wie er den Aufprall im Cockpit erlebt hat kann der Finne allerdings nicht berichten: "Ich kann mich an nichts erinnern, was vor und nach dem Unfall passiert ist. Aber ich will mich natürlich bei allen Rettungskräften an der Rennstrecke, dem FIA-Medical-Team und den Ärzten im Krankenhaus bedanken." Auch seinen Fans dankte er für die Genesungswünsche, die ihn erreichten.

Zur Unfallursache konnte McLaren keine neuen Angaben machen. Kovalainen bestätigte die ersten Berichte, nach denen eine gebrochene Felge am Rad vorne links dazu führte, dass der Reifen schlagartig Luft verlor. "Wir müssen noch die weiteren Untersuchungen abwarten, um den genauen Grund zu bestätigen." Wichtiger sei aber die Tatsache, so Kovalainen, "dass das Monocoque dem harten Aufprall standhielt."

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