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Kovalainen wie Räikkönen

"Vielleicht sollte ich öfter relaxt sein"

Heikki Kovalainen - Lotus - Formel 1 - GP USA - 16. November 2013 Foto: xpb 69 Bilder

Heikki Kovalainen hat viel für seine Reputation getan. Kimi Räikkönens Ersatz stellte den Lotus trotz wenig Eingewöhnungszeit auf den achten Startplatz. Kovalainen führt es auch darauf zurück, dass er sich keinen Druck gemacht hat.

17.11.2013 Michael Schmidt

Zwei Stunden Simulator mit drei Portionen à 10 Runden. 101 Runden insgesamt im Training. Einige Starts, ein paar Boxenstopps. Dann stand Heikki Kovalainen auf dem achten Startplatz. 0,560 Sekunden hinter Teamkollege Romain Grosjean. Das hatten nur wenige dem 32-jährigen Finnen zugetraut. Er sich selbst schon. "Hättet ihr mich vor dem Wochenende gefragt, wäre ich mit dem achten Startplatz zufrieden gewesen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass es sogar noch besser hätte laufen können."

Kovalainen erlebte ausgerechnet auf den entscheidenden Runden im Q3 das Problem, das auch seinen Vorgänger Kimi Räikkönen bremste. "Die Temperatur ging zwei Grad runter, und schon war es schwierig, die Vorderreifen am Leben zu halten. Romain hat weniger Probleme damit, weil er aggressiver in die Kurven einlenkt als Kimi und ich."

Kovalainen mit Problemen in der Aufwärmrunde

Kovalainen führte das Problem auf die Aufwärmrunde zurück. "Ich steckte im Verkehr und konnte die Reifen nicht so aufwärmen, wie ich es wollte. Wir haben überlegt, wie Hülkenberg zwei Aufwärmrunden zu fahren, aber sind davon wieder abgekommen. Jedes Auto ist anders. Für uns war es am besten, gleich in der ersten fliegenden Runde eine Zeit hinzunageln."
 
Vom Setup her hielt sich Kovalainen an seinen Landsmann. "Ich fahre sehr ähnlich wie Kimi. Deshalb habe ich mich an seine Entstellungen gehalten. Da Kimi im Rennen immer stärker ist als im Training, sehe ich das als gutes Zeichen."

Gut, einen Fuß in der Formel 1 zu halten

Kovalainen ging mit dem Druck, den WM-Dritten zu ersetzen, locker um. "Früher war ich immer zu verkrampft. Da habe ich mir gesagt, dass ich öfter mal relaxt sein sollte. Ich habe inzwischen gelernt, locker zu sein. Deshalb bin ich ganz ruhig an die Sache herangegangen. Ich erwarte von mir zwar immer 100 Prozent, mache es aber nicht mehr an der Position fest, sondern warte einfach, was auf mich zukommt."

Vor einem Jahr stand Kovalainen vor dem Nichts. Caterham wollte und konnte ihn nicht als Stammpilot weiterbeschäftigen. Das Team brauchte Geld. Trotzdem entschied sich Kovalainen dafür, lieber den Freitagsfahrer für Caterham zu spielen, als sich in anderen Rennserien zu versuchen.

"Heute weiß ich, dass ich genau das Richtige gemacht habe. Wäre ich in einer anderen Rennserie gefahren, hätte ich diese Chance nicht bekommen. Du musst immer einen Fuß in der Formel 1 halten. Es tut gut, nach drei Jahren mal wieder zeigen zu können, dass ich immer noch bei der Musik bin."

"Guter Job bei wenig Vorbereitung"

Auch im Kollegenkreis wurde der Einstand von Kovalainen bei Lotus gelobt. Viele seiner Kollegen in einer ähnlichen Situation fühlten sich bestätigt. Motto: Gebt uns ein gutes Auto, und wir können vorne mitfahren. Nico Hülkenberg sah zwei Seiten, als er nach der Leistung des Mannes gefragt wurde, dessen Job er fast gemacht hätte: "Es war eine gute Leistung, weil Heikki kaum Vorbereitungsphase hatte. Auf der anderen Seite durfte man es erwarten, weil der Lotus einfach eine gute Basis ist. Das Auto nimmt dem Fahrer schon einiges ab."

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