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Kranker Hamilton schafft 101 Runden

"Ferrari macht guten Eindruck"

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 21. Februar 2015 Foto: xpb 30 Bilder

Lewis Hamilton ist immer noch verschnupft. Doch im Rennauto war der Weltmeister top-fit. Der Mercedes-Pilot spulte 101 Runden ab und markierte die drittschnellste Zeit. Damit war er Tagesbester aller Fahrer, die nicht die superweichen Gummis ausgepackt haben.

21.02.2015 Michael Schmidt

Mercedes schrubbt weiter Kilometer ab. Diesmal 101 Runden oder 470 Kilometer. Auf dem Programm standen Setup-Checks und Dauerläufe für den Motor. Die Silberpfeil-Piloten dürfen immer noch nicht mit voller Power fahren. Die Motorentechniker wollen noch mehr Daten mit dem neuen Triebwerk sammeln, bevor sie den V6-Turbo von der Kette lassen.

Hamilton wertet die hohe Kilometerzahl als positives Zeichen: "Das lässt hoffen, dass wir uns in der Standfestigkeit verbessert haben. Wir waren irgendwo bei 80 Prozent und wollen auf 90 kommen."

Lewis Hamilton fuhr immer noch mit Schnupfen. Der Weltmeister zog eine vorsichtig optimistische Bilanz: "Es war ein normaler Tag. Das Auto fühlt sich gut an. Wir haben viele Setup-Änderungen vorgenommen, um es besser kennenzulernen. Es ist eben doch ein neues Auto, das sich anders verhält als das alte."

Hamilton verfluchte dabei die tiefen Temperaturen. "Die Vorderreifen kamen nicht auf Temperatur. Das macht es schwer, die Auswirkungen bei unterschiedlichen Abstimmungen im Detail zu erkennen."

Alle Fragen werden Tests nicht beantworten

Für das Kräfteverhältnis hat Hamilton noch kein Gefühl. "Ehrlich gesagt, ich schaue nicht auf die anderen. Ich weiß nicht mal, mit welchen Reifen Maldonado unterwegs war." Der Tagesbeste und der Zweitplatzierte Max Verstappen haben für ihre 1.24er Runden superweiche Reifen ausgepackt.

Hamilton rangierte mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Rang 3. Er war nie auf einem weicheren Reifen als Medium unterwegs. Damit gehört die reifenbereinigte Bestzeit eigentlich dem Mercedes-Piloten.

Hamilton nennt pauschal Ferrari, Red Bull und Williams als die größten Gegner. "Ich bin mir sicher, dass sie uns nähergekommen sind. Ferrari macht einen guten Eindruck." Selbst beim eigenen Auto gibt es noch Fragezeichen. "Ich habe immer das Gefühl, dass wir mehr wissen, mehr Runden fahren, mehr Setup-Variationen durchspielen und mehr Reifen testen müssten. Aber Testfahrten sind heute nicht mehr wie früher. Es fehlt einfach die Zeit, um alle Fragen zu beantworten."

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