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Krieg der Mercedes-Sterne

"Neue Regeln erst wenn ein Flügel fällt"

Danis Bilderkiste - GP Bahrain 2014 Foto: Dani Reinhard 19 Bilder

Bei Mercedes läuft alles nach Plan. Doch der große Vorsprung auf die Gegner bringt auch Probleme mit sich. Alles läuft auf den großen WM-Kampf Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg heraus. Teamchef Toto Wolff verspricht, dass sich seine beiden Fahrer weiter so duellieren dürfen wie in Bahrain. Bis der erste Frontflügel bricht.

18.04.2014 Michael Schmidt

Vor dem Grand Prix ist nach dem Grand Prix. In der ersten der vielen Besprechungen an einem GP-Wochenende geht es immer auch um die Aufarbeitung des letzten Rennens. Das große Thema bei Mercedes war das Duell der beiden Teamkollegen beim GP Bahrain.
 
Insgesamt sechs Mal hat Nico Rosberg seinen Teamkollegen Lewis Hamilton in der ersten Kurve überholt, und genauso oft wurde er wieder ausgekontert. Nicht nur am Fernsehschirm sah es in einigen Szenen gefährlich eng aus. "Auch aus der Cockpitperspektive war es eng. Da hätte einige Male keine Hand mehr zwischen unsere Reifen gepasst", erinnert sich Rosberg.

Von zu viel Rücksichtnahme für den Stallgefährten will er nichts wissen. "Ein bisschen weniger Rücksicht von uns beiden, und es hätte gekracht." Wäre es zu einer Kollision gekommen, hätte der Gegner nicht Hamilton sondern Fernando Alonso oder Sebastian Vettel geheißen? "Ich glaube nicht", so Rosberg.

Spielregeln gelten bis zum ersten Crash

Der Zweite des GP Bahrain sieht deshalb auch nichts Besonderes daran, dass man in Shanghai noch einmal über das Rennen in Bahrain redet: "Das tun wir nach jedem Rennen. Es ist wichtig, dass man sich zusammensetzt und über bestimmte Dinge redet, die man beim nächsten Mal besser machen könnte."
 
Zum Beispiel Hamiltons Konter nach Rosbergs zweiter Attacke, kurz vor dem ersten Boxenstopp. Da fuhr Hamilton in Kurve 3 um Millimeter an Rosbergs Frontflügel vorbei, in der Hoffnung, dass der andere vom Gas geht. "Das war die einzige Szene, wo es echt knapp war, und Nico hat sich auch am Funk beschwert", erzählt Teamchef Toto Wolff.

Trotzdem bekommt Hamilton dafür keine Abmahnung. Wolff bekräftigt: "Wir haben vor der Saison gewisse Spielregeln für den Zweikampf aufgestellt. Sie werden von Mal zu Mal vervollständigt. Bisher hat sich alles im Rahmen dieser Spielregeln abgespielt. Erst wenn der erste Frontflügel fällt, werden neue Regeln aufgestellt."

Konkurrenz hofft auf Mercedes-Crash

Rosberg hat das Rennen in Bahrain noch einmal genau am Video studiert. Auch wenn er am Ende nur zweiter Sieger war, zieht er eine positive Bilanz: "Erstens: Ich war das ganze Wochenende schneller als Lewis. Zweitens: Ich bin stolz, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, unseren Sport in ein gutes Licht zu setzen." Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. Mercedes könnte nach all den Diskussionen um das Risiko eines Crashs zwischen den eigenen Piloten am Ende doch einer Stallregie den Vorzug geben.

Rosberg glaubt nicht daran: "Es ist uns schon bewusst, dass die Medien versuchen, bei unserem Duell ein wenig Gewürz in die Soße zu mischen. Und auch die Konkurrenz beteiligt sich daran. Weil es für sie im Moment die einzige Möglichkeit ist, uns zu schwächen. Aber wir haben einen starken Kern im Team und lassen uns dadurch nicht beeinflussen."

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