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Kritik an China-GP

Foto: dpa

Die chinesische Presse nutzt die Rückbetrachtung auf den ersten Großen Preis von China zur offenen Sozialkritik. Auch aus Regierungskreisen kommt keine eindeutige Rückendeckung.

27.09.2004

Erstmals ist das Shanghai-Gastspiel der Formel 1 in China kritisiert worden. "Formel 1 ist ein Sport der Aristokraten zum Geldverbrennen, ein Glücksspiel in einem luxuriösen,
üppigen Fest", kommentierte die chinesische Tageszeitung "Jiangnan Shibao" am Montag. In das Lob für die gelungene Premiere wurde in China auch Kritik gemischt. Nicht nur die internationalen Rennställe würden Geld vergeuden, sondern auch die Zuschauer. "Das ist allein ein Spiel für die Reichen."

Von Regierungsseite in Peking gab es am Montag weiter keine Reaktion, möglicherweise weil sich hohe Politiker angesichts der enormen Geldausgaben für die Rennstrecke nicht dem Unmut im Volk aussetzen wollten. Dagegen rechnete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua vor, dass bei Ausgaben von fünf Milliarden Yuan (500 Millionen Euro) über acht Jahre für die Strecke immerhin 625 Millionen Yuan (62 Millionen Euro) jedes Jahr eingenommen werden müssten.

Die Einnahmen des nur ein Mal im Jahr stattfindenden dreitägigen Rennens in Shanghai gingen jedoch an die internationalen Formel-1-Organisatoren. "Deswegen wird es für Shanghai unmöglich sein, das Geld kurzfristig wieder hereinzuholen", stellte Xinhua fest. Der Hafenmetropole bleibe als "beste Strategie" nur, erst einmal die Aufmerksamkeit zu gewinnen und später das Geld zu kassieren.

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