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Kritik an der FOTA

Berger gibt Piratenserie keine Chance

Gerhard Berger Foto: Wolfgang Wilhelm 26 Bilder

Gerhard Berger sieht im Streit um ein Budgetlimit in der Formel 1 in Wahrheit einen Machtkampf. Der FOTA ginge es in erster Linie darum, die Position der FIA zu schwächen. Einer Piratenserie gibt der Österreicher keine Chance.

16.06.2009 Michael Schmidt

Für Gerhard Berger ist der Fall klar. Den FOTA-Teams geht es nicht ums Sparen, sondern um ganz andere Ziele. "Diese Diskussion ist ein Witz. Die FOTA will unter dem Aufhänger Kostensenkung die Macht, und ein paar Herren träumen davon, Ecclestone und Mosley zu spielen."

Der frühere BMW-Rennleiter gibt der Kampagne der FOTA wenig Chancen. "Sie unterschätzen die Aufgabe, eine Sportveranstaltung zu organisieren. Jetzt halten sie noch alle zusammen, aber beim ersten Ernstfall wird einer unter die Räder kommen." Zum Beispiel ein Streitfall wie der Doppeldiffusor. Wer glaubt, einen solchen wettbewerbsrelevanten Disput am runden Tisch lösen zu können, der träumt. Spätestens dann wird sich zeigen, wer in der FOTA das Wort führt.

Verständnis für Mosleys Sparplan

Berger zeigt für den radikalen Weg, den Max Mosley mit seinem Budgetlimit geht, Verständnis. "Er muss die Teams dazu zwingen, nicht mehr Geld als 40 bis 50 Millionen Euro im Jahr auszugeben. Sonst werden sie schon bald durch die Umstände dazu gezwungen sein. Nur bei einer klaren Obergrenze können sich die Teams in Zukunft finanzieren."

Berger weiß was passiert, wenn es den Teams weiterhin möglich sein würde, 200 Millionen Euro pro Saison auszugeben. "Wenn das Geld nicht mehr durch Sponsoren abzudecken ist, werden sie bei Bernie Ecclestone und CVC auf der Matte stehen, und mehr Geld vom Kuchen fordern." Doch der könnte schon bald ebenfalls schrumpfen. Der zehnfache GP-Sieger kann sich nicht vorstellen, dass Max Mosley noch zu weiteren Kompromissen bereit ist als denen, die er den Teams bereits angeboten hat.

Ecclestone hält Mosley die Treue

"Die FIA darf sich das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen. Das wäre das Ende ihrer Funktion als Gesetzgeber im Sport." Nach Meinung von Berger wird sich in diesem Fall Bernie Ecclestone bedingungslos auf die Seite von Mosley schlagen. "Bernie weiß genau, was passieren würde, wenn er mit den Teams gemeinsame Sache macht. Sie würden immer mehr Geld aus ihm herausquetschen."

Das größte Hindernis einer eigenen Serie lauert nach Ansicht von Berger in den Vorstandsetagen der Hersteller. "Die werden eine Spaltung der Formel 1 als willkommene Einladung nehmen, sich ganz zu verabschieden. BMW und Mercedes haben zur Zeit wirklich andere Sorgen. Sie müssen Autos verkaufen. Da laden die sich doch nicht so einen Klotz wie eine eigene Serie ans Bein, der sie am Anfang nur Geld kosten würde."

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