Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kubica

Bereit für den nächsten Schritt

Foto: BMW AG 47 Bilder

Robert Kubica ist der Mann der Stunde. Dass der 23-jährige Pole schnell ist, das weiß man seit er 2006 beim GP Ungarn in der Formel 1 debütiert hat. Doch nach seinem ersten GP-Sieg hat der unkomplizierte Junge aus Krakau gewissermaßen sein Diplom in der Tasche.

12.06.2008 Michael Schmidt

Jetzt traut man dem BMW-Piloten sogar den WM-Titel zu. "Warum nicht?", fragt Kubica mit der Coolness eines Seriensiegers. "Wenn wir weiter konstant punkten und noch ein bisschen schneller werden, ist alles möglich."

Kubica in guter Gesellschaft

Montreal hat schon viele Premierensieger gesehen. Auch Nationalheld Gilles Villeneuve gewann hier seinen ersten Grand Prix, gleich 1978 beim GP-Debüt der Strecke am St. Lorenz-Strom. Auch Thierry Boutsen (1989), Jean Alesi (1995) und Lewis Hamilton (2007) durften hier das erste Mal jubeln. Kubica ist mit 23 Jahren und 184 Tagen der fünftjüngste GP-Sieger, wenn man die elf Indianapolis-Rennen zwischen 1950 und 1960 mal außer Acht lässt.

Nur Fernando Alonso, Bruce McLaren, Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen waren noch jünger, als sie zum ersten Mal auf dem Podest standen. Der Pole brauchte 29 Anläufe, was sich nach nicht viel anhört, aber gemessen an der Historie nur Mittelmaß ist. 50 Piloten waren schneller als er.

Nach seiner Flaute 2007 steht Kubica wieder hoch im Kurs.Manager Daniele Morelli ist nicht unglücklich, wenn seinem Klienten eine Zukunft mit Ferrari und Renault angedichtet wird, vielleicht streut er die Gerüchte ja auch selbst. Das Motiv wäre leicht zu durchschauen. Bis jetzt ist Morellis Mann ein echtes Sonderangebot. Er verdient ein Fünftel von Nick Heidfelds Gage. BMW hält eine Option auf seinen neuen Star für 2009, und wenn BMW nicht will, kommt Kubica auch nicht weg.

Aufschwung auch finanziell

Der Vertrag für nächstes Jahr wäre etwas besser dotiert als der derzeitige, doch sicher nicht so hoch, wie man es sich im Lager von Kubica nach dem ersten Sieg vorstellt. Somit ist klar, was passiert. BMW wird eine außerordentliche Gehaltsaufbesserung bieten, dagegen dass ihr Fahrer den Vertrag um mehr verlängert als nur ein Jahr.

Neben einem neuen Renningenieur gibt es auch technische Gründe für den Aufschwung. Kubica profitiert vom Wegfall der elektronischen Hilfen. "Seit die Motorbremse verschwunden ist, blockieren beim Anbremsen nicht mehr die Hinterräder. Das klingt zwar unlogisch, weil die Motorbremse genau das verhindern sollte, ist aber so. Vielleicht war unser System zu kompliziert." Kubica ist ein kritischer Mensch, der alles hinterfragt. Mit Windkanaldaten und Simulationszahlen muss man ihm gar nicht erst kommen. "Ich glaube nur, was ich auf der Strecke sehe."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden