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Kubica

"Hamilton und Massa müssen mir helfen"

Foto: dpa 60 Bilder

Robert Kubica hat sich mit seinem zweiten Platz beim GP Japan im Titelrennen wieder in Lauerstellung zu Lewis Hamilton und Felipe Massa gebracht. Dem Polen fehlen zwei Rennen vor Schluss nur noch zwölf Punkte auf Platz eins. auto-motor-und-sport.de sprach mit dem BMW-Piloten.

12.10.2008 Michael Schmidt

Sie haben Ihren Rückstand im Titelrennen auf zwölf Punkte verkürzt. Wie sehen Sie Ihre Chancen?
Kubica: Ich brauche weiter die Hilfe von Hamilton und Massa. Nur wenn sie Fehler machen, habe ich eine realistische Chance. Aus eigener Kraft kann ich nicht mit ihnen kämpfen. Im Augenblick ist nicht nur Ferrari und McLaren schneller als wir, sondern auch Renault. Der sechste Platz in der Qualifikation war schon eine echte Leistung.

Warum ist BMW so abgefallen?
Kubica: Ich weiß es auch nicht. Seit einiger Zeit treten wir auf der Stelle. Alle neuen Teile die ich getestet habe, waren eine Enttäuschung. Wir haben es in diesem Jahr mit einem völlig neuen Autokonzept probiert und stehen jetzt offensichtlich am Ende der Entwicklung. Es ist ein bisschen frustrierend, immer nur auf die Fehler anderer warten zu müssen. Wenn wir ehrlich sind, haben wir auch bei unserem Sieg in Montreal vom Unvermögen anderer profitiert. Wir hatten damals nicht den Speed, um mit Hamilton mitzuhalten.

Hatten Sie je realistische Titelhoffnungen?
Kubica: Also hören Sie. Wenn ich nach sieben Rennen in der Weltmeisterschaft in Führung gehe, dann muss ich doch an den Titel denken. Mein Team hätte das auch tun sollen. Wer weiß, ob die Chance je wieder kommt. Wenn mir jetzt einer garantieren könnte, dass ich noch zwei, drei Mal in meiner Karriere in diese Situation komme, dann könnte ich jetzt relaxter sein.

Wie viel fehlt auf die Spitze?
Kubica: Je nach Strecke drei bis sieben Zehntel pro Runde.

Ist Ihr Pech mit dem Strafstopp in Singapur aus heutiger Sicht doppelt ärgerlich?
Kubica: Das Rennen in Singapur hat gezeigt, wie eng Glück und Unglück zusammenliegen. Wäre ich in Runde 14 zum Tanken gekommen, hätte ich gewonnen. Ich kam in Runde 16 und kam am Ende nicht mal in die Punkte. An so einer Kleinigkeit kann ein WM-Titel hängen. Das blöde daran ist, dass wir bei einer sicheren Position im Rennen unseren Tankstopp oft vorziehen. Ich lag zu dem Zeitpunkt acht Sekunden vor Vettel. Wir waren aber nicht sicher, wie lange der bis zum ersten Stopp fahren würde.

Wie verlief für Sie der Grand Prix in Fuji?
Kubica: Eigentlich hatte ich einen schlechten Start, weil es ein Problem mit der Kupplung gab. Dann brach vor mir das Chaos aus, und als ich aus der ersten Kurve kam, lag ich plötzlich vorne. Das ist mir in meiner Karriere noch nie passiert. Danach hatte ich viele Probleme mit körnenden Reifen. Ich musste nach meinen Tankstopps immer gleich aufs Tempo drücken, um meine Position zu verteidigen. Erst gegen Alonso, dann gegen Räikkönen. Das Duell mit Kimi war eng, aber ich wusste, dass er mich nur am Ende der Zielgeraden packen konnte. Zum Glück haben meine Vorderreifen exakt in dem Moment aufgehört zu körnen, als der Druck am größten war.

Ist Alonso im Titelrennen eher Ihr Problem oder Ihr Mitspieler?
Kubica: Fernando ist eher mein Mitspieler, weil er zurzeit so schnell ist, dass er zwischen Massa und Hamilton für Unruhe sorgen kann. Und er kann ihnen Punkte wegnehmen. Das allein reicht natürlich nicht. Jetzt wäre es gut, wenn wir bei unserem Auto noch ein paar Zehntel finden.

Wie sehen Sie die strittigen Szenen beim Start und zwischen Massa und Hamilton?
Kubica: Ganz ehrlich, ich habe nichts davon gesehen. Es ist mir auch egal. Ich fahre mein eigenes Rennen.

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