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Kuriose Strafe für Pic

Durchfahrtsstrafe schon vor dem Rennen

Charles Pic GP Japan 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Charles Pic hat ungewöhnliche Post von den FIA-Kommissaren bekommen. Der Caterham-Pilot wurde schon vor dem Rennen zu einer Durchfahrtsstrafe aufgefordert. Er war bei Rot über die Boxenampel gerauscht.

12.10.2013 Tobias Grüner

Die FIA-Kommissare haben in Suzuka viel zu tun. Schon am Freitag mussten die hohen Herren Überstunden schieben, nachdem Pastor Maldonado ein Rad auf der Strecke verloren hatte. Die deftige 60.000 Euro Geldbuße sorgte im Fahrerlager für einige Diskussionen. Doch das war offenbar nur das Aufwärmprogramm für die Schiedsrichter.

Am Samstag ging es mit einer wahren Straforgie gleich weiter. Dass Adrian Sutil für den Getriebetausch nach dem Crash 5 Plätze zurückgestuft wurde, war noch eine Standard-Prozedur.

Rosberg und Hülkenberg standen im Weg

Dann wurde auch noch Nico Rosberg zu den Stewards gerufen. Der Mercedes-Pilot bekam die zweite Verwarnung des Jahres, weil er auf der Geraden zu langsam unterwegs war. Rosberg zuckelte mit weniger als 90 km/h auf dem Vollgasstück herum, während von hinten Charles Pic mit 200 km/h mehr auf dem Tacho anbrauste. Rosberg hätte zudem deutlicher anzeigen müssen, wo er den Franzosen vorbeilassen will, so das Urteil.

Auch auf Nico Hülkenberg hatten die Kommissare ein Auge geworden. Der Rheinländer hatte Max Chilton im dritten Training im Weg gestanden. Die FIA-Polizei konnte dem Piloten allerdings keinen Fehler nachweisen. Er wurde nicht von der Box gewarnt. Die Sauber-Ingenieure dachten, dass der Marussia eine langsame Runde fahre. Aber schneller ging es für den Briten nicht. Die Strafe: 20.000 Euro muss das finanziell angeschlagene Team in die FIA-Kasse einzahlen.

Pic muss einmal durch die Boxengasse

Das verrückteste Urteil hoben sich die Kommissare allerdings für den Schluss auf. Charles Pic wurde dabei erwischt, dass er bei roter Ampel über die Linie am Boxenausgang gefahren war. Der Caterham-Pilot ist diesbezüglich ein Serientäter. Schon in Korea stellten die Regelwächter den gleichen Verstoß fest, was damals zu einer Verwarnung führte.

Weil Pic in Korea auch noch eine dritte Verwarnung wegen zu schneller Fahrt in einer Gelbphase kassierte, war er sowieso schon mit einer Zurückstufung um 10 Startplätze in das Wochenende in Suzuka gegangen. Da wussten die FIA-Schiedsrichter offenbar auch nicht weiter. Sie kamen auf eine ganz neue Idee: Pic bekam eine Durchfahrtsstrafe – schon vor dem Rennen. Nach dem Start muss er innerhalb der ersten 5 Runden durch die Boxengasse fahren. So etwas gab es in der Geschichte der Formel 1 noch nie.

Bianchi gewinnt Platz trotz Strafe

Die Reihenfolge in der Startaufstellung ist durch die vielen Strafen übrigens nicht ganz einfach herauszufinden. Da die beiden 10-Plätze-Strafen für Pic und Bianchi aus Korea zuerst angewendet werden, fällt Sutil mit seiner 5-Plätze Strafe noch hinter die beiden zurück. Bianchi landete somit im Qualifying auf Rang 22, bekam 10 Plätze Strafe und fährt nun von Rang 21 los. So etwas gibt es nur in der Formel 1.

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