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Kurioser Betriebsunfall

BMW zittert um Motoren

BMW F1 Box Singapur Foto: dpa 57 Bilder

BMW hat seit den Motorplatzern von Monza kaum noch Reserven in seinem Triebwerkskontingent. Jetzt hat ein kurioser Unfall das Problem verschärft. Bei der Anlieferung der Triebwerke nach Suzuka, fiel ein Container mit acht Motoren vom Lastwagen.

01.10.2009

Als wäre die Lage nicht dramatisch genug. Nick Heidfeld muss in Suzuka sein neuntes Triebwerk einsetzen, Robert Kubica sein achtes. Seit Dienstagnachmittag fürchten die Motorentechniker von BMW um die Altbestände, die sich noch im Kontingent befinden und die für die Freitagstrainings oder in der Not auch als Ersatztriebwerk für einen Renneinsatz vorgesehen sind.

Keine offensichtlichen Schäden an den Motoren

Auf dem Weg ins Fahrerlager von Suzuka streifte der Lastwagen mit dem Material für BMW-Sauber eine Brücke. Dabei fiel ein Container mit acht Motoren aus luftiger Höhe auf den Boden. Die erste Bestandsaufnahme ließ das Schlimmste befürchten. "Es waren die schlimmsten Beschädigungen, die wir jemals gesehen haben", berichtete Teamchef Mario Theissen. Die Transportkisten innerhalb des Containers waren zerstört. Die Motoren lagen teilweise offen herum.

Nach einer Inspektion der Triebwerke durfte die BMW-Truppe aufatmen. Es gibt keine offensichtlichen Schäden. Was nicht heißen muss, dass im Innenleben der Aggregate alles in Ordnung ist. "Am meisten Angst habe ich um den Ventiltrieb", meinte Theissen. Man wird es erst feststellen, wenn das Training läuft. Glück im Unglück: Die beiden Rennmotoren von Nick Heidfeld und Robert Kubica waren nicht in dem Container. Dafür alle Motoren, die in Freitagstrainings eingesetzt werden und die zum Renneinsatz kommen müssten, sollte eines der Rennaggregate seinen Geist aufgeben. Ein Tausch gegen neue Motoren ist nicht möglich. Die FIA unterscheidet nicht zwischen Motorplatzern und Transportschäden. Jeder Motor, der wegen irreperabler Schäden ausgetauscht werden muss, kostet eine Strafversetzung um zehn Startplätze, sollte das Limit von acht Motoren pro Fahrer überschritten worden sein.

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