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Kvyat-Einstand mit Unfall

Red Bull verliert Flügel

Daniil Kvat - Red Bull - Formel 1-Test - Jerez - 2. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 24 Bilder

Red Bull überraschte die Formel 1-Gemeinde am zweiten Testtag mit einem ungewöhnlichen Outfit. Daniil Kvyat rückte mehrmals ohne Frontflügel aus. Nicht ganz freiwillig. Der Red Bull-Neuling hatte die Frontpartie bei einem Ausritt beschädigt. Ersatzteile gibt es nicht.

02.02.2015 Michael Schmidt

Der Einstand von Daniil Kvyat bei Red Bull ging gründlich in die Hose. Der 20-jährige Russe kam bereits in der Installationsrunde von der Strecke ab. "Er hat zwischen den Kurven 3 und 4 etwas am Lenkrad verstellt, war einen Moment abgelenkt und ist dabei neben die Piste gerutscht. Der Frontflügel hat leicht die Mauer berührt und ist gebrochen. Leider ist das unser einziges Exemplar an der Strecke. So früh im Jahr sind die Ersatzteile noch knapp", bedauerte Teamchef Christian Horner.

Adrian Newey präzisierte den Defekt: "Eine der Frontflügel-Befestigungen ist kaputtgegangen. Sie gehört zu Nase. Und davon haben wir leider nur ein Exemplar. Um den Flügel selbst wäre es nicht schade gewesen. Das war ein altes Modell."

Unfallpilot Kvyat war die Sache peinlich: "Ein kleiner Ausritt mit großen Folgen. Zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt. Ich habe die Streckenbegrenzung nur ganz leicht berührt, aber es war genug, dass die Nasenbefestigung kaputt ging. Ich wusste nicht, dass es unser einziges Exemplar war." Als Grund gab der Russe eine Kombination von unglücklichen Umständen an. "Ich musste am Lenkrad ein paar Einstellungen ändern, und die Reifen waren noch kalt. Obwohl ich noch ganz langsam unterwegs war, bin ich neben die Strecke gerutscht. Der Grip war gleich null."

Red Bull wartet auf neue Nase

Ersatz soll bis zum Nachmittag eingeflogen werden. Ob es noch für ein paar Runden vor Testende um 17 Uhr reicht, konnte Horner nicht sagen. "Wir hoffen, dass die neuen Teile so früh wie möglich eintreffen. Morgen sind wir aber auf jeden Fall wieder am Start."

Red Bull versuchte das Beste aus dem Missgeschick zu machen und schickte Kvyat ohne Flügel für einzelne Runden auf die Strecke. Die Ingenieure führten Aerodynamikmessungen durch und testeten unterschiedliche Motoreinstellungen. "So viel du halt machen kannst, wenn du ohne Frontflügel fahren musst. Es ging ums Sammeln von Daten. Das geht auch mit gemäßigter Geschwindigkeit", erzählte Kvyat. Sein Fazit: "Abhaken und es am Mittwoch besser machen."

Ob sich Geheimniskrämer Adrian Newey damit einen Gefallen getan hat, ist eher zweifelhaft. Die flügellose Frontpartie gab einen detaillierten und unverstellten Blick auf die Nase und ihr Profil preis. Die Konkurrenz hat fleißig Fotos gemacht.

Extremere Red Bull-Lackierung in Melbourne

Da half auch die Tarn-Lackierung nicht. Die soll ab Melbourne durch ein noch extremeres Design abgelöst werden, verriet Horner. Dabei gefällt Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz der Camouflage-Anstrich besonders gut. "Ein Helmdesign von Vettel hat uns dazu animiert."

Trotz der Flügel-Panne zieht Horner ein positives Zwischenfazit: "Der erste Testtag hat uns gezeigt, dass in dem Auto Potenzial steckt. Es ist eine Evolution des RB10 ohne seine Schwachstellen. Auch Renault hat über den Winter gute Fortschritte gemacht. Das neue Token-System erlaubt es uns jetzt, die Antriebsquelle während der Saison weiter zu entwickeln. Das könnte uns helfen, den Rückstand auf Mercedes zu verkürzen."

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