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Kvyat kostet Ricciardo Plätze

8 Zehntel Verlust auf Geraden

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Japan 2015 Foto: Red Bull 61 Bilder

Daniel Ricciardo hatte auf einen Startplatz in den Top 5 gehofft. Es wurde der siebte Platz daraus. Der Australier musste wegen des Unfalls von Teamkollege Daniil Kvyat seinen letzten Versuch abbrechen. Da lag er bereits drei Zehntel unter der eigenen Zwischenbestzeit.

26.09.2015 Michael Schmidt

Der Unfall von Daniil Kvyat hat Red Bull gleich zwei Mal gestraft. Nach dem Abflug mit rund 190 km/h tauscht Red Bull aus Sicherheitsgründen Chassis, Motor und Getriebe. "Zum Glück haben wir in Monza so viele neue Motoren in das System gebracht", atmete Teamchef Christian Horner auf. Kvyat muss wegen des Chassiswechsels aus der Boxengasse starten, darf dafür aber die Abstimmung des Fahrzeugs nach Belieben ändern.

Teamberater Helmut Marko hofft jetzt auf Regen. Dann könnte Red Bull Kvyat mit einer Regeneinstellung ins Rennen schicken. "Ein kleiner Vorteil", räumt Marko ein. "Der Unterschied der Setups ist nicht mehr so groß wie früher."

Marko tröstete den Russen, als er im Red Bull-Motorhome ankam. Früher hat der strenge Doktor seinen Crashpiloten die Ohren lang gezogen. Ein Anfall von Altersmilde? Antwort mit einem Augenzwinkern: "Der Kvyat ist fragil. Den musst du aufrichten." Der WM-Achte machte nicht den Eindruck, als hätte ihn der Unfall aus der Bahn geworfen. "Ein dummer Fehler, das linke Rad aufs Gras zu setzen. Dann habe ich es noch schlimmer gemacht, weil ich das Auto abfangen wollte. Ich bekam einen Konter und bin schräg in die Absperrungen. Das hat den Schaden am Auto vergrößert."

Ricciardo zeigte Verständnis für seinen Kollegen. In der Kurve peilst du den Scheitelpunkt für die Rechtskurve an. Den Grasstreifen auf der linken Seite nimmst du nur aus dem Augenwinkel wahr. Rennfahrer sind gierig. Sie wollen jeden Zentimeter der Strecke ausnutzen. Da kommst du schnell mal aufs Gras."

Red Bull hofft auf das Rennen

Für Daniel Ricciardo bedeutete die rote Flagge, dass er seinen siebten Trainingsplatz nicht verbessern konnte. "Ich hatte einen sehr guten ersten Sektor und lag dort zwei Zehntel unter meiner Zeit." Ein weiteres Zehntel kam bis zur Degner-Kurve dazu. "Daniel hätte die Ferrari überholen können", glaubt Marko. Ricciardo ist da vorsichtig: "Ich schätze, auch die anderen wären schneller geworden."

Insgeheim hatte er mit einem Startplatz in den Top 5 gerechnet. "Aber dazu verlieren wir zu viel auf den Geraden. In den Kurven ist das Auto ein Genuss. Ich war nun schon zum fünften Mal in Folge voll mit dem Chassis verbunden. Horner macht deutlich, wie viel das Power-Defizit Rundenzeit kostet. "Auf der Zielgeraden drei Zehntel, von der Spoon-Kurve bis zur Schikane eine halbe Sekunde."

Red Bull setzt auf das Rennen. "Wir hatten einen besseren Reifenverschleiß als Ferrari und Williams. deshalb hoffe ich, dass wir im Rennen mit ihnen mitfahren können." Der Australier ist sich nicht ganz sicher, ob der weiche Reifen die bessere Wahl für das Rennen ist. "Die Mercedes waren auf dem harten Reifen unheimlich schnell. Vielleicht probieren es morgen einige mit der Reifenfolge weich-hart-hart."

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