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Lauda dementiert Alonso-Gerüchte

McLaren, Lotus, Williams oder Auszeit?

Hamilton & Alonso - Formel 1 - 2014 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonsos Plan ist klar. Er will zu Mercedes. Doch Mercedes ist 2015 dicht. Wenn nicht doch noch ein Wunder passiert. Deshalb verhandelt der Spanier auch an anderen Fronten. Er klopft bei McLaren, Lotus und Williams an. Wenn alle Türen zufallen, steht auch ein Jahr Auszeit zur Debatte.

10/11/2014 Michael Schmidt

Fernando Alonso tut so, als hielte er im Transferpoker immer noch alle Karten in der Hand. In Suzuka sprach er geheimnisvoll davon, dass er bereits seit drei Monaten wisse, wo er hinwolle, dass er an diesem Plan arbeite, und dass sich die Puzzlesteine langsam zu seinen Gunsten zusammenfügen.

Kein Platz bei Mercedes für Alonso

Das Rätselraten, welches Team Alonso mit seinen diffusen Ankündigungen meinte, ist gelöst. Der zweifache Weltmeister will zu Mercedes. Weil ihm das am schnellsten Erfolg garantiert. Der scheidende Ferrari-Pilot beweist Training um Training, Rennen um Rennen, dass er nur das entsprechende Auto braucht, um wieder Weltmeister zu werden.

Doch Mercedes ist besetzt. Niki Lauda kann die Gerüchte um Alonsos Tausch mit Lewis Hamilton schon nicht mehr hören: "Wir haben mit Lewis einen Vertrag für 2015. Da gibt es schon mal keinen Platz für Alonso. Außerdem wollen Toto Wolff und ich mit Lewis weiterarbeiten. Wir befinden uns gerade in konstruktiven Gesprächen mit ihm. Er soll über 2015 hinaus für uns fahren."

McLaren mit vier neuen Aerodynamikern

Diese Nachricht hat auch Alonso erreicht. Es wäre fahrlässig, sich nicht nach Alternativen umzuschauen. Bei McLaren werden Gespräche mit dem 32-fachen GP-Sieger nicht dementiert. Chef Ron Dennis soll Alonso versichert haben, dass dessen Rolle im Spionage-Fall von 2007 Vergangenheit und abgehakt sei. Doch McLaren-Honda ist die größte Unbekannte für nächstes Jahr. Vom neuen Honda-Motor hört man jeden Tag etwas Neues. Einmal läuft er sensationell, ein anderes Mal sind die Japaner weit im Rückstand.

McLaren hat bessere Nachrichten parat. Das Team hat in der Zwischenzeit sein Aerodynamikbüro aufgerüstet. Der von Red Bull abgeworbene Aerodynamikchef Peter Prodromou arbeitet seit September am neuen McLaren. Von Sauber ist Tony Salter, von Lotus Guillaume Catalani und Ettore Graffini dazugestoßen. Trotzdem will sich Alonso offenbar mit einer Freigabeklausel nach einem Jahr absichern. Für den Fall, dass das Projekt McLaren-Honda zu lange braucht, um aus den Kinderschuhen zu kommen.

Lotus ist mit Grosjean und Maldonado besetzt

Lotus ist nach der Bekanntgabe des Mercedes-Deals wieder eine attraktive Alternative. Allerdings sind auch dort die Cockpits besetzt. Romain Grosjean bringt Total mit in die Ehe ein, Pastor Maldonado PDVSA. Die beiden Mineralölkonzerne zusammen sind 80 Millionen Dollar schwer. Obwohl Petronas in Zukunft Öl und Benzin stellt, bleiben Total und PDVSA als Sponsoren der Fahrer bei der Stange. Alonso kostet Geld, und das nicht zu knapp.

Der WM-Fünfte soll seine Kontakte nun auch auf Williams ausgeweitet haben. Auch hier haben beide Fahrer Verträge. Felipe Massa dient 2015 das zweite Jahr seines Zweijahresvertrages ab. Valtteri Bottas wurde in Monza für 2015 bestätigt.

Sollte Alonso dort unterkommen, müsste das Transferkarussell noch einmal richtig Schwung aufnehmen. Damit wird auch eine Auszeit für Alonso zur Option. Alain Prost hat es 1992 vorexerziert. Der Franzose verließ Ferrari im Streit, wartete ein Jahr ab und kehrte 1993 mit Williams und seinem vierten WM-Titel zurück.

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