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Lauda gibt Verstappen Rückendeckung

„Verstappen hat nichts falsch gemacht“

Hamilton vs. Verstappen - GP Japan 2016 Foto: Red Bull 24 Bilder

Mercedes hatte gegen die Aktion protestiert, dann aber den Protest zurückgezogen. Nach Meinung von Niki Lauda hat sich Max Verstappen bei seinem Verteidigungsmanöver gegen Lewis Hamilton nicht schuldig gemacht.

15.10.2016 Michael Schmidt

Max Verstappen spaltet die Formel 1-Gemeinde. Die einen finden den 19-jährigen Wunderknaben erfrischend, weil er vor nichts und niemanden Angst hat und sogar Weltmeister wie Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton abblitzen lässt. Die anderen sehen seine Fahrweise als grenzwertig an. Besonders sein Trick, den Gegner auf eine Seite zu locken, um ihm dann vor die Nase zu fahren.

Fast immer findet der letzte Spurwechsel auf der Bremse statt. Das zwingt den Angreifer die Bremse aufzumachen und sein Ziel zu überschießen. Verstappen wurde deswegen bereits in Hockenheim und Monza von FIA-Rennleiter Charlie Whiting angezählt. Offenbar ohne Konsequenzen. Nach dem Duell mit Lewis Hamilton in Suzuka nahm ihn Emanuele Pirro als Fahrervertreter der Sportkommissare ins Gebet. Von einer Untersuchung sahen Rennleitung und Sportkommissare ab.

Protest-Absage aus dem Flugzeug

Bis Mercedes drei Stunden nach dem Rennen einen Protest einreichte. Offenbar ein Alleingang von Technikchef Paddy Lowe nach einem Gespräch mit einem der Sportkommissare. Teamchef Toto Wolff hatte vor seiner Abreise bereits entschieden: kein Protest. Weil die Teamleitung in Niki Laudas Privatjet via Internet mit der Außenwelt verbunden war, erfuhr sie irgendwo zwischen Japan und Sibirien von den Geschehnissen in Suzuka und blies den Protest wieder ab.

Mercedes hätte sich damit ein klassisches Eigentor geschossen. Das Resultat wäre bis zum GP USA provisorisch gewesen, und damit der dritte Konstrukreurs-Titel nicht amtlich. Die Weltmeister hätten ihre in vielen Tageszeitungen geschalteten Erfolgsanzeigen mit dem Titel „Team-Weltmeister“ abblasen müssen.

Aktion gegen Räikkönen gefährlicher

Lewis Hamilton hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon wieder beruhigt. Im Auto hatte er sich gleich nach der Aktion noch darüber beschwert, dass ihn Verstappen auf der Bremse in den Notausgang der Schikane geschickt hatte. Drei Stunden später twitterte der Weltmeister, dass Verstappen hart aber fair gefahren sei.

Auch Niki Lauda gibt Verstappen Rückendeckung. „Dieser Paragraf, der da zur Anwendung kommen sollte, ist in alle Richtungen interpretierbar und damit nichts wert. Wie willst du nachweisen, dass Lewis in Gefahr gebracht worden ist? Die beiden haben sich nicht mal berührt. Also ist auch nichts passiert. Den Protest hättest du schon verloren, bevor du überhaupt anfängst.“

Lauda kann sich als Ex-Rennfahrer in beide Piloten hineinversetzen. Auch in Verstappen. „Wenn ich der Max bin, lass ich den Lewis in der vorletzten Runde auch nicht vorbei. Für mich war die Aktion in Suzuka viel weniger gefährlich als die in Spa auf der Geraden mit Kimi. Wenn der ihm hinten drauffährt, hebt er ab, und es gibt einen Riesenunfall.“

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