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Lauda macht Druck

"Bei uns müssen Alarmglocken läuten"

Williams & Mercedes - GP Österreich 2014 Foto: xpb 66 Bilder

Der Mercedes-Doppelsieg riecht nach Business as usual. Doch der Vorsprung auf Valtteri Bottas betrug im Ziel nur 8,1 Sekunden. Die Mercedes-Strategen erklären den knappen Abstand damit, dass man im Schongang fahren musste. Niki Lauda will das nicht glauben: "Bei uns müssen jetzt die Alarmglocken läuten."

22.06.2014 Michael Schmidt

Das war der bislang engste Mercedes-Doppelsieg. 33 Runden lang führten andere Autos das Rennen an. Und Valtteri Bottas lag im Ziel nur 8,1 Sekunden hinter Sieger Nico Rosberg. "So viel Arbeit mussten wir noch nie in einen Sieg investieren. Wir hatten hier echte Schwierigkeiten", stellte Teamchef Toto Wolff fest.

Er erklärte es damit, dass man wegen der Angst um die Kühlung der Elektronikboxen für den Elektroantrieb den Motor mit gemäßigter Gangart betreiben musste. Das hat Zeit gekostet. "Außerdem sind die Rundenzeiten hier sehr kurz. Damit schrumpfen auch die Zeitunterschiede."

Lauda zieht Daumenschrauben an

Niki Lauda wollte sich auf die Diskussion nicht einlassen, dass der Motormodus allein der Grund für das Näherrücken der Konkurrenz gewesen sein soll: "Das hat uns vielleicht zwei Zehntel pro Runde gekostet. Ich stelle mit Überraschung fest, dass unser Vorsprung, den wir bis Montreal hatten, auf praktisch null zusammengeschrumpft ist."

"Williams war fast das ganze Rennen gleich schnell. Wir haben sie nur über die bessere Taktik und den geringeren Reifenverschleiß geschlagen. Jetzt müssen bei uns die Alarmglocken läuten. War das Ergebnis nur streckenbedingt, oder haben die aufgeholt?"
 
Auch Teamchef Wolff zeigte sich überrascht. "Wir wussten, dass sie auf der Geraden schnell sind, weil sie einen geringen Luftwiderstand haben. Aber dass sie auch in den anderen Streckenteilen schnell sind, wo die Aerodynamik eine Rolle spielt und Abtrieb gefragt ist, hätten wir nicht gedacht." Sollte die Strecke nicht schuld sein, müssen die Ingenieure wieder mehr Gas geben. Heute hieß der Gegner Williams. In Silverstone könnte es schon Red Bull sein.

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