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Lauda über das Mercedes-Duell

"Wieder auf dem Stand vor Monaco"

Niki Lauda - GP Kanada 2014 Foto: xpb 66 Bilder

Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda sieht das Duell seiner Piloten entspannt. Auch wenn es wie in Monte Carlo eskaliert. Nach der Aussöhnung der Fahrer sei man wieder auf dem Stand vor dem GP Monaco angelangt, erzählt der Österreicher. Und auch der sei schwer zu kontrollieren.

06.06.2014 Michael Schmidt

Niki Lauda kann nichts mehr erschüttern. Seit 1971 ist er in den verschiedensten Funktionen in der Formel 1 unterwegs. Als Fahrer, Berater, Teamchef, Mentor und Aufsichtsrat. Für ihn ist das Duell von Lewis Hamilton und Nico Rosberg normal. Auch wenn es wie in Monte Carlo immer wieder an Schärfe zunimmt. Deshalb hält er auch nicht viel davon, von außen regulierend einzugreifen.

Sein Rat an die Fahrer nach der Beziehungskrise in Monaco war der eines Mannes, der selbst 171 Grand Prix gefahren ist. "Wenn ihr euch weiter im Millimeter-Abstand bekriegt, wird es irgendwann krachen. Geht nicht davon aus, dass bei einer Kollision immer beide abfliegen. Was macht ihr, wenn einer von euch beiden weiterfahren kann? Dann hat der andere in einer Sekunde 25 Punkte hergeschenkt und früh seine WM-Chance vergeigt." Laudas pragmatischer Rat: "Wenn ihr euch schon ins Auto fahrt, dann erst am Ende der Saison."

Wie lange hält der Friede bei Mercedes?

Auf die Eiszeit in Monte Carlo folgte die Versöhnung. Hamilton teilte sie theatralisch über den Nachrichtendienst Twitter mit. Doch wie lange hält der Friede an? Bis zur nächsten unbedachten Äußerung, zur nächsten strittigen Szene auf der Rennstrecke, dem nächsten faulen Trick? Der GP Monaco war nur die Spitze des Eisberges. In Bahrain drückte Rosberg ein Mal den verbotenen Boost-Knopf, der mehr Power über die gesamte Gerade freigibt. Wie es heißt aus Versehen.

Hamilton machte es in Barcelona regelmäßig. Gefolgt von einer Standpauke der Ingenieure. Und einer Entschuldigung gegenüber Rosberg. "Bis Monte Carlo war es schon hart, die zwei unter Kontrolle zu halten. In Monaco lief es aus dem Ruder. Jetzt sind wir wieder auf einem Stand davor. Also kontrollierbar. Ohne Garantie, dass es nicht wieder passiert", urteilte Lauda.

Dann kommt Technikdirektor Paddy Lowe dazu und verspricht: "Wir werden Lewis und Nico weiterhin gegeneinander fahren lassen. Auch wenn wir an der Boxenmauer kräftig schwitzen müssen."

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