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Lauda unkt, Schumi kämpft

Foto: dpa

Niki Lauda hat Michael Schumacher im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft schon abgeschrieben, doch der Rekord-Weltmeister gibt das Duell mit Spitzenreiter Fernando Alonso noch lange nicht verloren.

19.06.2006

"Solche Kämpfe und solche Herausforderungen liegen mir im Blut. Klar kann man nicht immer gewinnen, aber es kann nichts Schöneres geben, als in einem solchen Kampf zu stehen. Das ist Inspiration pur", erklärte Schumacher am Montag auf seiner Internetseite.

Nach dem bitteren zweiten Platz in Silverstone hinter Alonso ist Schumachers Rückstand auf den Spanier in der Fahrerwertung bereits auf 23 Punkte angewachsen. Der Ferrari-Star war nach dem Rennen umgehend in den Nordamerika-Urlaub gereist, um neue Kraft zu tanken. "Corinna und ich, wir lieben diese jährlichen Fluchten", berichtete der 37-Jährige eine knappe Woche vor dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (25.6.).

"Wir haben jedes Jahr wieder unglaublich viel Spaß zusammen. Und wie jedes Jahr wieder, wächst dabei mit jedem Tag auch die Lust aufs Rennfahren, daher freue ich mich schon sehr auf die beiden nächsten Wochenenden." Nach dem Halbzeit-Rennen in Montréal steht der Große Preis der USA in Indianapolis auf dem Formel-1-Kalender.

Niki Lauda: "Renault Lichtjahre voraus"

Während für Schumacher im Urlaub mit Ehefrau Corinna und Freunden "einige Tage Ausspannen in großartiger Natur" angesagt war, rechnete Lauda im "Kicker" vor, dass der WM-Titel für Schumacher in diesem Jahr verloren ist. "Renault ist Lichtjahre voraus, noch stärker als 2005 - und schon 0,5 bis 0,6 Sekunden pro Runde schneller als die anderen. Das kann bis Saison-Ende keiner mehr aufholen", sagte der frühere Weltmeister. "Und jetzt kommen für Kanada und die USA noch die Entwicklungsschübe, wenn es auf die schnellen Strecken geht. Da müsste die Konkurrenz schon einen Riesenschritt nach vorn machen - um eine volle Sekunde. Und das ist völlig unmöglich", stellte der dreimalige Titelträger fest.

Der siebenmalige Montréal-Sieger Schumacher wollte vor dem neunten der 18 Saisonrennen keine exakte Prognose abgeben. "Wir haben allen Grund zuversichtlich zu sein. Unser Auto hat bislang all unsere Erwartungen erfüllt und wir haben uns ständig weiter entwickelt. Was dabei in Montréal genau herauskommen wird, da will ich mich nicht festlegen lassen", sagte er.

Fernando Alonso: "Will Versäumtes nachholen"

Sein spanischer Rivale Alonso dagegen weiß genau, was er will: "Ich habe es hier nie auf das Podest geschafft", stellte der Renault-Pilot fest und kündigte an, Versäumtes nachzuholen.

In den Jahren 2004 und 2005 war Alonso beim Kanada-Grand-Prix nicht ins Ziel gekommen. Vor zwei Jahren war die Antriebswelle am Renault defekt, im Vorjahr war Alonso die Aufhängung seines Wagens an der Mauer beschädigt. Sollte der Spanier auch diesmal ausfallen, könnte die WM wieder offen sein und sich Laudas Prognose als falsch erweisen. Nur einmal übrigens ist ein Pilot trotz eines 23-Punkte-Vorsprungs zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht Weltmeister geworden: 1976 war das Niki Lauda, der nach der Brand-Katastrophe am Nürburgring den Titel verlor.

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