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Laudas Rat an Rosberg

"Als würde die WM bei Null beginnen"

Niki Lauda & Nico Rosberg - F1 - 2015 Foto: xpb 110 Bilder

Im Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton steht es 0:4. Der Engländer führt die Meisterschaft mit 27 Punkten Vorsprung an. Rosberg hat dazu noch Sebastian Vettel im Nacken. Niki Lauda gibt Rosberg den Rat, den verkorksten Saisonauftakt zu vergessen.

28.04.2015 Michael Schmidt

Für Nico Rosberg waren die ersten vier Rennen dieser Saison eine Enttäuschung. Kein Sieg, vier Niederlagen gegen Lewis Hamilton, und mit Ferrari ein neuer Gegner. Wenigstens strafte er beim GP Bahrain seine Kritiker Lügen, die ihm vorwerfen, er sei im Zweikampf zu zaghaft. Rosberg überholte wie ein Weltmeister. Allein drei Mal Sebastian Vettel.

Und das obwohl ihn ab der dritten Runde ein Bremsproblem nervte. Technikchef Paddy Lowe: "Wir haben versucht es zu managen, aber zwei Runden vor Schluss ist Nico das Brake-by-wire ausgestiegen. Er hatte nur noch vorne Bremswirkung." Das passierte ausgerechnet im dümmsten Moment. Als Kimi Räikkönen dem Mercedes-Piloten den zweiten Platz streitig machen wollte.

Inzwischen kennt man die Hintergründe für die Bremsmisere. Die Scheiben hatten sich zu stark abgenutzt. Daraufhin ging das Brake-by-wire-System in den Passiv-Modus. Wahrscheinlich ohne Not ein bisschen zu früh. Die Mercedes-Ingenieure untersuchen gerade, ob die Software für diese Art von Problem angepasst werden muss.

Hamilton macht keine Fehler

Niki Lauda hatte genug gesehen: "Nico ist ein Wahnsinnsrennen gefahren. Mal hatte er ein langes Bremspedal, mal ein kurzes. Zum Schluss ist es ganz durchgefallen. Dass er unter den Umständen so schnell war, ist unglaublich."

Seelenmassage für einen, der noch nicht so richtig in diese Saison gefunden hat. "Nico hat den schwersten Job, den man sich vorstellen kann. Lewis ist zur Zeit in Top-Form. Er macht praktisch keine Fehler, und sein Selbstvertrauen ist grenzenlos."

Der Weltmeister gibt sich keine Blöße. Weder im Training, noch im Rennen. In Shanghai fehlte Rosberg nur ein Augenzwinkern zur Pole Position. Doch dann fuhr ihm Hamilton im Rennen davon. In Bahrain war es umgekehrt. Rosberg konnte nach dem Rennen wieder einmal sagen, dass er das Rennen im Training verloren hat.

Rosberg braucht einen Sieg

Der WM-Zweite hatte zwar eine Erklärung für den großen Trainingsrückstand von 0,558 Sekunden, doch Niki Lauda gab ihm schon vor dem Start zum Rennen den Rat: "Halte dich nicht lange mit komplizierten Erklärungen auf. Sag einfach, du hast einen Fehler gemacht. Der Ballast muss raus aus deinem Kopf. Du musst das Rennen so fahren, als würde die WM bei Null beginnen."

Genau das ist auch Laudas Empfehlung für den Start der Europa-Saison: "Nico muss versuchen, den Lauf von Lewis zu brechen. Und zwar jedes Rennen neu. Alles, was vorher war, einfach vergessen. Er kann Lewis momentan nur unter Druck setzen, wenn er ihn mal mit seinem Speed schlägt. Dann fängt auch der andere das Denken an."

Vielleicht sollte sich Rosberg an Lauda ein Beispiel nehmen. Der Österreicher sah sich 1984 mit einem scheinbar übermächtigen Alain Prost konfrontiert. Und wurde trotzdem Weltmeister. Weil er sich auf seine Stärken konzentrierte und nicht Energie verschwendete, Prost dort zu schlagen, wo er nicht zu schlagen war.

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