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Konsequenzen aus Ferrari-Sieg

Mercedes mit neuem Trainings-Programm

GP Malaysia - Nico Rosberg - Mercedes - Qualifikation - Samstag - 28.3.2015 Foto: xpb 51 Bilder

Der Ferrari-Sieg von Malaysia hat Spuren hinterlassen. Bei Mercedes. Teamchef Toto Wolff und sein Außenminister Niki Lauda kündigten an, dass die Niederlage Konsequenzen haben wird. Man will sich ab sofort am Freitag besser auf das Rennen vorbereiten.

10.04.2015 Michael Schmidt

Zeit ist gnädig. Sie hilft einen Sieg oder eine Niederlage besser einzuordnen. Zwei Wochen nach dem GP Malaysia sehen die Mercedes-Chefs Toto Wolff und Niki Lauda den Sieg von Ferrari in einem anderen Licht. Ganz klar: Ferrari war an diesem Tag schneller und hat Mercedes auf der Strecke in einem ehrlichen Duell geschlagen.

Doch Mercedes ist im Rückblick auch über seine eigenen Füße gestolpert. Wolff zählt die Versäumnisse auf. "Wir haben uns auch selbst geschlagen. Erstens, weil wir der Wettervorhersage geglaubt haben. Dann lagen die Temperaturen am Renntag um zehn Grad über dem, was wir angenommen hatten. Dafür war die Abstimmung unserer Autos zu aggressiv. Und wir haben uns geistig zu früh auf eine Dreistopp-Strategie festgelegt."

Mercedes verschärft Entwicklungsprogramm

Die Fehler wurden bereits am Freitag gemacht. "Wir konnten aufgrund von Problemen keine vernünftigen Longruns fahren. Bei sieben Runden am Stück lernst du für das Rennen nicht viel. Als wir gemerkt haben, dass Ferrari auf zwei Boxenstopps setzt, war es zu spät. Einen Stopp weniger, das holst du auf der Strecke nicht mehr auf."

Die erste echte Niederlage seit Beginn der Mercedes-Siegesserie hat in Brackley und Brixworth ein Jetzt-erst-recht-Gefühl ausgelöst. "Es hat den Druck auf unser Entwicklungsprogramm erhöht", stellt Lauda fest. Prompt wurden Lewis Hamilton und Nico Rosberg im ersten freien Training zum GP China in ein Vergleichstestprogramm geschickt. Auf dem Prüfstand standen ein neuer Frontflügel, modifizierte Leitbleche und Heckflügel-Retuschen.

Freitag wird der wichtigste Tag für Mercedes

Der Freitag wird in Zukunft der wichtigste Tag für Mercedes. "Wir nehmen die Herausforderung von Ferrari ernst und betrachten den Sieg nicht als Eintagsfliege", urteilt Wolff. "James Allison ist ein Auto gelungen, das von seiner reifenschonenden Tendenz an seine früheren Lotus-Modelle erinnert. Das kann für uns zur Gefahr werden."

Deshalb ist es für Mercedes wichtig, dass auf den Strecken, auf denen die Hinterreifen stark belastet sind, die Rennvorbereitung Vorrang hat. "Bis jetzt hatten wir dank unseres Vorsprungs den Luxus, uns am Freitag auf Aerodynamiktests zu konzentrieren. Ab sofort werden wir am Freitag ausgiebigere Longruns mit beiden Reifenmischungen fahren, damit uns nicht mehr das gleiche passiert wie in Malaysia. Die DNA unseres Autos muss in die Renn-Setups besser einfließen", kündigt Wolff an.

Lauda rechnet noch mit Red Bull-Comeback

Auch in der Rennstrategie wird es Änderungen geben. Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben von der Teamführung bereits erfahren, dass die Gleichbehandlung der Strategien nur noch dann in Frage kommt, wenn man einen komfortablen Vorsprung auf Ferrari hat. "Wenn nicht, werden wir die Taktiken splitten, sollte es die Rennsituation so erfordern. Wir werden dann nicht mehr traumatisch unserem Fairplay-Gedanken hinterherlaufen", verrät Wolff.

Niki Lauda rechnet damit, dass man schon bald einen zweiten Gegner hinzubekommt. "Ich habe immer gesagt, dass unser Vorsprung schrumpfen wird. Die anderen entwickeln auf Teufel komm raus. Da ist es logisch, dass sie näher kommen. Ferrari hat es am schnellsten gelöst und über den Winter bestimmt 1,5 Sekunden dazugewonnen. Ich erwarte, dass dies auch Red Bull und Renault gelingen wird."

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