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Leidensweg von Valtteri Bottas

Vier Plätze in einer Runde

Valtteri Bottas - Williams - GP Singapur 2014 Foto: Williams 63 Bilder

Die Williams-Piloten hatten den härtesten Job. Keiner fuhr mit so alten Reifen ins Ziel. Felipe Massa hielt 38, Valterri Bottas 37 Runden lang durch. Trotzdem kam Massa sechs Plätze vor Bottas an. Der Finne verlor sechs WM-Punkte in der letzten Runde. Weil seine Reifen bis auf die Leinwand abgeschrubbt waren.

22.09.2014 Michael Schmidt

Die Aufgabenstellung war die gleiche. Die Williams-Piloten wurden in der 22. und der 23. Runde mit neuen Reifen der Marke "soft“ bestückt. Da glaubten Felipe Massa und Valtteri Bottas noch, dass der GP Singapur für sie ein Dreistopp-Rennen werden würde. Als in der 31. Runde das SafetyCar ausrückte, änderte der Kommandostand seine Pläne. Williams disponierte auf zwei Stopps um. "Ich hatte aber vorher schon acht Runden Attacke gemacht, um vor Räikkönen zu bleiben. Kimi machte richtig Druck“, erzählte Bottas.

Keine guten Voraussetzuungen, um die Reifen über 37 Runden zu bringen. Das allein war nicht der Grund, warum Massa mit der Aufgabe besser zurechtkam als sein finnischer Teamkollege. Massa wurde Fünfter, Bottas nur Elfter. Eigentlich steht Massa nicht im Ruf ein Reifenstreichler zu sein, doch in dieser Nacht spielte der Brasilianer seine ganze Erfahrung aus. Sein Geheimrezept: "Ich fuhr wie meine Großmutter.“

Bottas hielt sich trotz der abbauenden Reifen bis zur 58.Runde auf Platz 6. Dann überraschte ihn Jean-Eric Vergne auf extraweichen Reifen in Kurve 9. "Ich wusste, dass er eine Strafe bekommen würde, habe ihn aber nicht freiwillig vorbeigelassen. Vergne hatte einfach viel mehr Grip als ich.“

Kein Feedback von der Lenkung

Im 59. Umlauf hielt Bottas noch den siebten Platz, der immerhin sechs Punkte gebracht hätte. Doch auf den letzten 5.065 Metern verlor der WM-Sechste vier Positionen und ging leer aus. Räikkönen, Perez, Hülkenberg und Magnussen zogen vorbei. Es begann mit einem Verbremser mit Perez und Räikkönen im Nacken. "Meine Reifen waren total am Ende. Von Runde zu Runde haben sie mehr abgebaut, und jedes Mal, wenn ich mich verteidigen musste, wurde es noch schlimmer. Beim Bremsen hatte ich hinten kaum noch Grip. Dann sind mir Perez und Kimi durchgerutscht, und als ich aus der Kurve raus Gas geben wollte, hatte ich keine Traktion mehr. So sind auch noch Hülkenberg und Magnussen vorbei.“

Bottas gibt nicht der Strategie die Schuld. Wäre das Rennen eine Runde kürzer gewesen, hätte man auch bei ihm von der richtigen Taktik sprechen können. Seine Mission war wegen eines Problems mit der Lenkung erschwert. "Sie fühlte sich härter an, so als hätte ich die Servo-Unterstützung verloren. Am Kurvenausgang stellte sich die Lenkung nicht mehr von alleine gerade. Ich musste sie von selbst nachführen. Mir fehlte das Feedback, was sicher auch den Reifenverschleiß erhöht hat. Ich konnte mich nur so lange vor Kimi halten, weil unser Topspeed überragend war.“

Trotz der zweiten Nullrunde in diesem Jahr ist Bottas zuversichtlich. "Singapur war nicht unsere Lieblingsstrecke. Dafür stimmte der Speed. In Suzuka sollten wir besser aussehen und auch wieder gegen die Ferrari fahren können. Erstens liegt uns die Strecke besser. Zweitens bekommen wir eine große Ausbaustufe.“

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