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Leser fragen F1-Experten

Ihre Fragen an Heidfeld, Rosberg & Brawn

Rosberg GP Malaysia 2011 Formel 1 Foto: xpb 24 Bilder

Die auto motor und sport-Leser haben uns nach dem Saisonauftakt in Melbourne ihre Fragen an Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Norbert Haug geschickt. Hier sind die Antworten. Auch am Malaysia-Wochenende bitten wir Sie um Ihre Beteiligung. Dieses Mal stehen Nico Rosberg, Ross Brawn und Nick Heidfeld Rede und Antwort.

07.04.2011

Neue Fragen an Rosberg, Heidfeld und Brawn:

Nach dem Rennen in Malaysia haben die Leser von auto motor und sport erneut die Chance, Fragen an die Formel 1-Experten zu stellen. Als Antwortgeber stehen dieses Mal Mercedes-Pilot Nico Rosberg, Renault-Pilot Nick Heidfeld und Mercedes-Teamchef Ross Brawn zur Verfügung. Ohne große Umwege können Sie Ihre Fragen über die Kommentar-Funktion direkt am Ende dieses Artikels stellen. "Einsendeschluss" ist nach dem Rennen am Montag (11.4.) um 20.00 Uhr.

Und hier sind noch einmal die Experten-Antworten vom Rennen in Melbourne:

Fragen an Sebastian Vettel:

"KinkyKylie": Der Sieg war überragend, eine beeindruckende Leistung. Müssen sich die Fans jetzt schon auf eine "langweilige" Saison einstellen mit Red Bull als Dauersieger?
Vettel: Nein, das erste Rennen ist für uns gut gelaufen, aber das heißt nicht, dass wir uns nun zurücklegen dürfen, die Saison ist lang da kann viel passieren. Wir müssen nun konsequent weiterarbeiten und einen Schritt nach dem anderen machen.

"donvitomarco": Wie beurteilen Sie die neuen Pirelli Reifen/Reifeneigenschaften für sich selbst im Vergleich zum Vorjahr? Bringt es Ihnen einen Vorteil oder einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz?
Vettel: Die Reifen haben sich in Melbourne viel weniger abgenutzt als wir ursprünglich befürchtet haben. Wir waren alle positiv überrascht. Die Reifen sind aber für alle gleich. Ich weiß nicht, wie die anderen Fahrer mit ihnen klargekommen sind.

Marc Bachmann: Sind Sie überrascht von Ferrari oder McLaren? Und wer ist der größte Rivale?
Vettel: Wir sind vor allem überrascht über unsere gute Pace. Vorher gab es ja ein paar Unbekannte. Keiner hat genau gewusst, wo man steht. In der Qualifikation haben wir Ferrari schon etwas näher erwartet. Im Rennen hatten sie aber eine gute Pace. McLaren war bei den Tests schwierig einzuschätzen. Sie haben ihr Auto stark verbessert und waren das ganze Rennwochenende in Australien konkurrenzfähig. Das zeigt nur, wie schnell sich die Dinge ändern können. Vor vier Wochen war Ferrari noch das Team, das es zu schlagen gilt. Das sah in Melbourne etwas anders aus. Der Renault war dafür sehr stark. Wer weiß, welches Bild wir in vier Wochen erleben.

Fragen an Norbert Haug:

Mark Kicke: Vergleicht man die von Motorsportjournalisten geschätzten Team-Budgets 2011, fällt nach wie vor auf, dass Mercedes viele Millionen (und auch entsprechend Mitarbeiter) weniger zur Verfügung stehen als beispielsweise Ferrari, McLaren oder Red Bull. Wie glauben Sie mit weniger Personal und weniger Budget den Rückstand in dieser Saison aufholen zu können und wäre es angesichts der ausbleibenden Erfolge nicht langsam an der Zeit, sich von der "schwäbischen Lösung" zu verabschieden?
Haug: Es gibt Teams mit mehr Personal und größerem finanziellen Einsatz. Schritt für Schritt werden aber alle innerhalb des Rahmens sein, den wir heute bereits haben und so lernen, mit diesen Limitierungen umzugehen. Es wäre falsch zu sagen, unser Leistungsvolumen sei dadurch eingeschränkt. Wir müssen aber als im letzten Jahr formiertes und neu strukturiertes Team einen Lernprozess akzeptieren.

"Dreamfly13": Ich bin mir nicht ganz sicher, aber kann es sein, dass der MGP W02, während des Rennens, noch einen alten Frontflügel hatte? Meine Wissens gab es mit diesem im Winter kleine Probleme bei der Abstimmung. Konnten diese bis zu Rennen nicht behoben werden oder hat sich rausgestellt, dass der Flügel generell nicht funktioniert hat?
Haug: "Wir sind im Rennen in Melbourne mit unserer letzten Frontflügel-Variante gefahren, hatten aber zuvor generell viele Probleme während des Trainings, die ein besseres Set Up, bessere Startplätze und auch bessere Rundenzeiten im Rennen verhinderten. Wir konnten durch Zuverlässigkeitsprobleme in den Trainingssitzungen nicht umsetzen, was wir geplant hatten."

"ephaeton": Wie bewerten Sie den Wegfall des Verbotes der Teamorder in der F1 - wird es jetzt ihrer Meinung nach wieder bzw. vermehrt zu solchen Szenen kommen, wie sie in der DTM Gang und Gäbe sind und bspw. letztes Jahr von Ferrari beim GP Deutschland praktiziert wurden?
Haug: In der DTM gab es solche Szenen im letzten Jahr nicht, und bei Mercedes waren und sind wir keine Freunde von Teamorder. Die FIA hat diese in der Formel 1 erlaubt, weil sie der Ansicht ist, dass Stallregie oder Teamorder, wie immer das genannt wird, nicht überwachbar ist.

Fragen an Michael Schumacher:

Sascha Franke: Der Silberpfeil hat im Vergleich zum letzten Jahr einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Auch wenn ständig alle Bereiche des Autos optimiert werden, wo sehen Sie den meisten Handlungsbedarf am Mercedes um letztlich die Red Bulls und Ferraris einzukriegen?
Schumacher: In der Formel 1 gibt es keine Wunder - Performance ist immer eine Kombination vieler unterschiedlicher Komponenten. Australien hat gezeigt, dass wir in erster Linie an der Zuverlässigkeit arbeiten müssen: Wenn das Auto ohne Probleme läuft, dann kann man genug fahren, um das optimale Setup zu finden. Nach den Testfahrten in Barcelona glaubten wir, den Abstand zur Spitze stark verringert zu haben. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unser Silberpfeil dazu das Potenzial hat.

"TeamSchumi": Es gab in der Vergangenheit schon Formel 1-Fahrer, die dem Motorsport nicht komplett den Rücken kehren konnten und eigene Teams gegründet haben bzw. als Teilhaber mit von der Partie waren. Gab es bei Ihnen in dieser Hinsicht schon Überlegungen?
Schumacher: Meine einzige Herausforderung derzeit ist es gemeinsam mit Mercedes sieg- und in der Folge titelfähig zu werden. Darauf bin ich zu 100% fokussiert, was bedeutet, dass ich mir über andere Funktionen in der Formel 1 keinerlei Gedanken mache. Daher ein klares Nein auf Ihre Frage.

Christian Steinhäußer: Sie bedienen ja den Heckflügel per Fußpedal. Warum deaktiviert sich der Flügel schon beim Verlassen des Pedals und nicht erst beim Betätigen der Bremse? Durch das Umsetzen des Fußes verlieren Sie in diesem Zeitraum doch Topspeed und damit Rundenzeit!
Schumacher: Das System schließt ja aus Sicherheitsgründen automatisch, wenn man die Bremse betätigt. Um allerdings das größtmögliche Verzögern beim Bremsen zu erreichen, braucht man so viel Abtrieb wie möglich - das bedeutet, dass man den Flügel schließen muss, bevor die Bremszone beginnt. Wann genau das geschieht ist natürlich eine Frage des Vertrauens in das Fahrverhalten des Autos. Ich denke, wir haben mit unserem System eine gute Lösung gefunden, den verstellbaren Heckflügel-Flap optimal zu nutzen.

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