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Leserfragen an Haug, Schumacher & Hülkenberg

Schumacher: Nico ist einer der besten Qualifyer

Michael Schumacher - Nürburgring - GP Deutschland - 21. Juli 2011 Foto: xpb 35 Bilder

Sie fragen, unsere Formel 1-Experten antworten. Diesmal stellen sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug, Michael Schumacher und Force India-Testpilot Nico Hülkenberg Ihren Fragen zum Rennen in Ungarn und zu dieser Saison.

12.08.2011 Michael Schmidt

Fragen an Norbert Haug:
 
raser010 fragt:

Wieso wurde Nico Rosberg vier Runden lang auf Intermediates gelassen, obwohl klar war, dass man wie Hamilton und Webber die falschen Reifen draufhatte? Die beiden anderen standen schon nach zwei Runden wieder an der Box.

Haug: Das Richtige bei Bedingungen, wie sie in Ungarn herrschten, zu entscheiden ist schwierig. Nico‘s Stint war zu Ende und seine Reifen auch, als es stärker zu regnen begann. Also wechselten wir auf intermediate-Reifen. Wäre der Niederschlag gleich stark geblieben, hätten wir einige Plaetze gut machen koennen. Als der Regen weniger wurde, mussten wir einen weiteren Boxenstopp einlegen und statt Siebter wurde Nico dann Neunter. Anderthalb Sekunden hinter dem Siebten Paul di Resta, den Nico nach seiner Aufholjagd nach dem Stop zwei Wagenlängen vor sich hatte. Es gibt Situationen in solchen Rennen mit Wechselbedingungen, da muss man auf eine Karte setzen. Kommt diese, profitiert man, kommt sie nicht, verliert man. Nichts zu tun ist auch eine Option, aber wir wollten was tun - und haben dafür den Preis bezahlt, zwei Plätze weiter hinten und nicht möglicherweise einige weiter vorne anzukommen.

Karl-Heinz Wester fragt:

Man liest überall, dass Mercedes für nächstes Jahr viele neue Stellen ausgeschrieben hat. Wie ist das möglich? Die maximal erlaubte Mitarbeiterzahl wird doch für 2012 noch einmal reduziert.

Haug: Wir haben das vorgeschriebene Limit noch nicht erreicht und bauen unser junges Team sukzessive auf, während andere Teams gerade abbauen.
 
Sascha Franke fragt:

Herr Haug, die Arbeiter von Mercedes GP sind zum großen Teil die von BAR/Honda. In all den Jahren hat BAR/Honda nur einmal ein Topauto gebaut. Warum verpflichten Sie nicht einen Mercedes-Ingenieur aus Stuttgart oder Aldo Costa, der praktisch der Nachfolger des legendären Rory Byrne war?

Haug: Wir sind mit unseren Kollegen gut aufgestellt und werden uns Schritt für Schritt noch besser aufstellen. Der Aufbau dauert Zeit, wie bei allen anderen auch, die Rennen und Titel gewonnen haben. Wir lagen zur Beginn der Saison nach Rundenzeiten gemessen weiter hinter der Spitze zurück als nach den letzten Rennen. Deshalb kann die Arbeit unserer Fachleute seit Saisonstart nicht schlecht sein. Wir müssen zum Saisonstart ein schnelleres und besseres Auto bauen und uns dann Schritt für Schritt steigern.

Fragen an Michael Schumacher
 
Amadeus fragt:

Sie legen einen sehr guten Rennspeed an den Tag. Bitte erklären Sie einmal die Situation im Qualifying. Auch wenn es an Ihrem Dienstwagen gelegentlich Probleme gab, so ist Nico doch meistens mehr oder weniger deutlich schneller. Ist Nico vielleicht der beste Qualifyer in der Formel 1 oder liegen Ihre Probleme woanders?

Schumacher: Sie haben Recht, im Rennen sieht es bei mir meistens besser aus als im Qualifying. Dafuer gibt es viele Gruende, die sehr kompliziert zu erklären wären; hie und da hatte es auch mal technische Probleme gegeben. Aber Nico ist wirklich einer der besten Qualifyer im Feld, seine Performance hier ist beeindruckend.

MercedesFan fragt:

Herr Schumacher: Sie sind bekannt für ihren Fahrstil, wobei Sie in der Kurve gleichzeitig Gas und Bremse verwenden. Bei den Onboard-Aufnahmen von diesem Jahr merkt man, dass Sie das nicht mehr machen, und immer erst am Kurvenausgang auf das Gas gehen. Warum ist das so, und liegt es am Auto?

Schumacher: Sie verstehen sicher, dass ich auf meinen Fahrstil im Umgang mit unserem W02 nicht eingehen moechte. Aber jedes Fahrzeug erfordert eine gewisse Anpassung des Fahrstils an dessen Charakteristik. Dies ist mir bislang bei jedem meiner Formel 1-Fahrzeuge gelungen.

@Schumacher fragt:

Ich habe sie nach dem Quali in Ungarn an der Waage gesehen wie sie etwa drei Minuten die Zeiten verglichen haben und danach ein sehr enttäuschten Blick aufgesetzt haben. Kommen denn schon Selbstzweifel auf weil sie schon wieder im Quali gegen Rosberg verloren haben? Denn in den Interviews sind sie immer sehr gelassen und haben trotzdem ein Lächeln auf dem Gesicht. Machen Sie da gute Miene zum bösen Spiel?

Schumacher: Naja, natürlich bin ich enttäuscht, wenn meine Qualifying-Leistung nicht meinen Vorstellungen entspricht. Das ist aber eine Momentaufnahme und hat mit dem grossen Ganzen nichts zu tun. Es aendert nichts daran, dass ich mich von Rückschlägen und Misserfolgen nicht beirren lasse und weiterhin an unserem Ziel arbeite. Ich bin fest davon überzeugt, dass Mercedes wieder ein Sieg- und WM-Anwärter wird.

Fragen an Nico Hülkenberg
 
Racing Fan fragt:

Wie sicher sind Sie sich, dass Sie im nächsten Platz wieder einen Stammplatz in der Formel 1 haben? Wann muss Ihnen Force India spätestens reinen Wein einschenken, so dass Sie sich gegebenenfalls nach Alternativen umschauen könnten?

Hülkenberg: Man kann sich natürlich nie 100% sicher sein. Das ist man erst, wenn man offiziell bestätigt wurde. Aber ich bin sehr zuversichtlich, weil das Feedback vom Team wirklich sehr gut ist und man sehr zufrieden mit mir ist. VJ hat ja schon gesagt, dass er die Fahrerentscheidung am 15. Dezember bekannt geben will. Uns Fahrern wird er es dann eben ein paar Tage vorher sagen. Mir wäre es lieber, wenn ich es früher erfahren würde, aber das hilft nichts, ich muss jetzt einfach solange warten und ruhig bleiben.

mcnish fragt:
 
Wie erklären Sie sich den unglaublichen Aufstieg von Force India? Die lagen am Anfang der Saison ganz hinten vom Mittelfeld, und jetzt sind sie ganz vorne.

Hülkenberg: Unser Auto war in der Tat sehr langsam bei den Winter-Tests und den ersten paar Rennen, wir hatten Probleme mit Strömungsabriss am Heckflügel und das Diffusor anblasen lief nicht reibungslos. Das haben wir aber beides in den Griff bekommen und uns gut verbessert wie man sieht. Da bin ich auch stolz auf unsere Techniker in der Fabrik in Silverstone die haben wirklich fast jedes Wochenende kleine Updates gebracht die das Auto permanent verbessert haben und seid den letzten beiden Rennen sind wir best of the Rest, sogar Mercedes konnten wir zwei mal schlagen. Das nächste Ziel ist es jetzt Sauber einzuholen in den verbleibenden acht Rennen.

Antwort fragt:

Was ist eigentlich Ihre Aufgabe am Freitagmorgen. Fahren Sie Longruns mit den Reifen, oder müssen Sie Setup-Arbeit für Sutil und di Resta erledigen?

Hülkenberg: Das ist ganz verschieden. Aber ich bin voll in das Testprogramm eingebunden. Es ist also nicht so, dass ich einfach ein bisschen fahren darf, um in Übung zu bleiben. Meistens fahren wir freitags Vergleichstests. Adrian oder Paul bekommen neue Teile ans Auto und ich fahre mit den alten. Dann vergleichen wir die Daten und schauen, ob und wie viel die neuen Teile bringen. Aber wenn wir keine neuen Teile haben, fahre ich Reifentests oder was eben auf dem Programm steht. Das Set-up müssen die anderen beiden aber für sich selbst finden, da das Set up sehr individual für jeden Fahrer ist.

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