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Letzte Hoffnung für Glock

Mit Mercedes-Auspuff ins Finale

Timo Glock Virgin GP Belgien 2011 Foto: Virgin 26 Bilder

Für Timo Glock zählt nur noch die Zukunft. Im nächsten Jahr will der Virgin-Pilot von der Zusammenarbeit mit McLaren profitieren. In Monza und Singapur wird der Virgin VR-02 für das Finale dieser Saison fitgemacht. Mit einer Auspufflösung wie sie Mercedes bis Valencia gefahren ist.

02.09.2011 Michael Schmidt

Virgin mobilisiert für das Finale in der WM-Saison 2011 noch einmal alle Kräfte. Nach sechs Rennen Stillstand bekommt das Auto ein letztes Facelift. Um vielleicht doch noch an Hispania vorbei auf Platz elf in der WM zu ziehen. Dazu müssten Timo Glock oder Jérôme d‘Ambrosio wenigstens einmal Platz 13 in einem der restlichen sieben Grand Prix belegen.

Mehr Abtrieb dank neuem Auspuff

Beim nächsten Rennen in Monza kommt Teil eins der Ausbaustufe, zugeschnitten auf das Aerodynamikpaket für minimalen Abtrieb. Die zweite Stufe wird dann in Singapur gezündet, auf einer Rennstrecke, die im Gegensatz zu Monza genau das Gegenteil, nämlich maximalen Anpressdruck verlangt. Die Technikertruppe um Pat Symonds hat sich hauptsächlich auf den Heckbereich konzentriert. Der Frontflügel bleibt unangetastet.

Für die letzten Rennen des Jahres wird der Auspuff nach vorne gelegt. Er soll wie bei Mercedes zu Saisonbeginn auf halber Höhe seitlich an den Seitenkästen austreten. Bislang mündeten die Endrohre neben dem Getriebe unter dem Heckflügel. Die Verlegung schafft Platz im Heck, den die Ingenieure dazu nutzen, die Motorverkleidung deutlich schlanker auszulegen. Damit wird wiederum der Heckflügel besser angeströmt. Man erhofft sich mehr Abtrieb auf der Hinterachse.
Wenn man sich auf die Berechnungen des Konstruktionsbüros verlassen darf, soll der Schritt zwischen sechs bis acht Zehntel pro Runde bringen. Bei Nick Wirth mussten derartige Prognosen noch angezweifelt werden, doch in die Truppe von Pat Symonds hat Glock mehr Vertrauen. Wenn die Praxis hält, was die Theorie verspricht, dann wäre Hispania auf der Strecke kein Gegner mehr. Und Virgin könnte sogar davon träumen, Lotus anzugreifen.

Glock hofft auf die Zukunft

Für Glock zählt ohnehin nur noch die Zukunft. Er kann gar nicht mehr erwarten, bis es endlich Oktober ist. Dann steht das 60-Prozent Modell des neuen Virgin erstmals im McLaren-Windkanal. Dann hat er auch zum ersten Mal Gelegenheit, den McLaren-Simulator zu nutzen. In einem virtuellen McLaren oder einem Virgin? "In einem Virgin", lacht Glock. "In den McLaren würde mich Pat Symonds wahrscheinlich nicht reinlassen." Für den Hessen wäre der direkte Vergleich vermutlich ein Kulturschock. McLaren ist auch noch nicht die Zielscheibe für Virgin in der Saison 2012. "Wir müssen erst einmal den Anschluss ans Mittelfeld finden", sagt Glock. Das Joint Venture mit McLaren macht ihm Hoffnung. "Das Beispiel Force India zeigt immer deutlicher, dass es funktionieren kann."

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