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Lewis Hamilton

Der Junge, der das Lächeln verlernt hat

Formula 1 Grand Prix, Korea, Saturday Press Conference Foto: xpb.cc 73 Bilder

Es hätte nicht besser für ihn laufen können. Mit einer Pole-Position meldete sich der McLaren-Pilot nach einer kritischen Phase wieder zurück. Sein Lächeln ist ihm aber abhanden kommen.

15.10.2011 Bianca Leppert

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Lewis Hamilton hat es soeben als der Erste von 22 Fahrern geschafft, Sebastian Vettel und Mark Webber vom Pole-Position-Thron zu verdrängen. Immer stand ein Red Bull auf der Pole-Position, er hat sie in die Knie gezwungen. Doch Hamilton starrt ins Leere. Als würde er in dem Raum, in dem die Pressekonferenz stattfindet, irgendetwas suchen.

Wenn Worte der Gestik widersprechen

Vielleicht sucht er ja sich selbst. Die vergangenen Wochen waren keine leichte Zeit für Hamilton. Ständig wurde er kritisiert. Immer wieder prasselten die gleichen Fragen auf ihn ein. Wir können uns kaum vorstellen, wie viel Druck auf einem Leistungssportler lastet. Zur richtigen Zeit muss er abliefern, sich vor den Medien rechtfertigen. Und wehe, es läuft nicht nach Plan.

Lewis Hamilton weiß besser als jeder andere, wie man sich in dieser Situation fühlt. Da kam die Pole-Position in Korea eigentlich gerade recht. Nach mehreren negativen Schlagzeilen in den vergangenen Wochen, hätte es so etwas wie eine Rehabilitation sein können. Stattdessen schaut er bedrückt. Spricht noch leiser, als er es ohnehin schon tut.

In der Pressekonferenz wird er gefragt, ob er wirklich glücklich ist. Seine Antwort: "Ich bin glücklich. Sehr glücklich. Es ist einer der positivsten Momente seit langem. Auf der Pole zu stehen ist ein tolles Gefühl." Selten haben Worte einem Gesichtsausdruck so widersprochen.

Selbstzweifel nagen an Hamilton

Was Hamilton bedrückt, weiß keiner so genau. Jedenfalls nimmt ihm kaum einer die Nummer vom glücklichen Strahlemann ab. Er scheint von Selbstzweifeln zerfressen. "Ich glaube, ich habe diese Pole-Position nicht verdient", sagt er zu den Medien. Nachdem ihm sein Ingenieur über Funk sagt, dass er die Pole-Position hat, ist es still. Keine Antwort. Kein 'Wohoooo, wir haben es geschafft.' Später sagt Hamilton, er habe erst eine Zeit später realisiert, was sein Ingenieur ihm mitgeteilt hat.

"Ich bin mir sicher, die Pole wird Lewis aufheitern", sagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber der BBC. "Nicht so sehr wie ein Sieg, aber für jeden Fahrer ist das Erreichen der Pole-Position ein toller Moment." Das letzte Mal genoss er diesen Moment beim GP Kanada 2010.

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