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Lewis Hamilton

"Ich bin ein reiferer Mensch geworden"

Lewis Hamilton GP Brasilien 2011 Foto: xpb 72 Bilder

Lewis Hamilton blickt auf seine turbulenteste Formel 1-Saison ohne Groll zurück. Sie hat ihn härter, erfahrener und weiser gemacht. Um sie besser zu verarbeiten, pickt er sich die Rosinen heraus und verdreht schlechte Erfahrungen ins Positive.

24.11.2011 Michael Schmidt

Lewis Hamilton sucht offenbar göttlichen Beistand. Der McLaren-Pilot trug eine mächtige Kette mit einem Kreuz unten dran. "Ein Geschenk von Nicole", verriet der Engländer. Gemeint ist seine Ex-Freundin Nicole Scherzinger, die Hamilton vor wenigen Tagen in Los Angeles besuchte. Geht da doch noch was?

Unter der Teamuniform kam ein weiteres Kreuz zum Vorschein. "Ich bin ein gläubiger Mensch", begann Hamilton seine Abrechnung mit dieser Saison, die ihm neben drei Siegen auch jede Menge Frust eingebracht hat: Unfälle, Strafen, die Niederlage gegen den Teamkollegen.

Kein verlorenes Jahr für Hamilton

Hamilton blickt trotzdem ohne Zorn zurück: "Es war für mich ein Jahr des Erwachsenwerdens. Ich habe viel gelernt und bin heute weiser, erfahrener und reifer als zu Saisonbeginn." Hamilton wird deshalb diese Saison nicht als verlorenes Jahr abhaken. Ganz im Gegenteil. "Ich werde mich noch einmal gerne an dieses Jahr erinnern, weil es mir unheimlich viel gebracht hat."

Für eine schlechte Saison sei sie immerhin noch relativ gut gewesen. "Ich habe drei Mal gewonnen. Nur ein Fahrer im Feld stand öfter ganz oben als sich. Andere haben in einer schlechten Saison nur einen Sieg. Deshalb will ich mich nicht beklagen."

Der Weltmeister von 2008 verlangt von sich mehr Konzentration auf seinen Job. Hamilton will sämtliche Ablenkungen aus seinem Leben streichen. Der Sieg von Abu Dhabi wurde deshalb gar nicht groß gefeiert. "Am Mittwoch danach saß ich schon wieder im Simulator und habe mich auf das Rennen in Brasilien vorbereitet."

Weniger Training, mehr Freizeit

Der WM-Fünfte will nicht nur seine Fehlerquote im Rennauto reduzieren, sondern auch seinen Tagesablauf außerhalb des Cockpits ändern. "Ich habe fünf bis sechs Stunden pro Tag trainiert. Vielleicht war das zu viel. Ich muss da eine bessere Balance finden. Weniger Training, dafür effizienter. Dann kann ich meine Freizeit besser genießen."

Gleichzeitig fordert er von McLaren, dass das neue Auto für 2012 gleich vom ersten Rennen an ein Siegerauto ist. "Red Bull wird bestimmt nicht schlechter. Deshalb liegt es an uns, von Tag eins an ein Siegerauto zu haben. In den letzten Jahren sind wir immer einem Rückstand hinterhergelaufen."

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