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Lewis Hamilton

"Ich frage nicht nach Stallregie"

Lewis Hamilton GP Ungarn 2012 Foto: McLaren 23 Bilder

Die McLaren-Piloten trennen 41 Punkte. Das wirft die Frage nach Stallregie auf, denn Lewis Hamilton muss seinerseits 47 Punkte auf Fernando Alonso aufholen. Jenson Button will sich nicht einbremsen lassen. Und Lewis Hamilton wird nicht danach fragen: "Ich will meine Gegner auf der Strecke schlagen."

30.08.2012 Michael Schmidt

Der WM-Stand spricht für Fernando Alonso. Er führt mit 40 Punkten vor Mark Webber, mit 42 vor Sebastian Vettel, mit 47 vor Lewis Hamilton und mit 48 vor Kimi Räikkönen. Alonso ist bei Ferrari der Herr im Haus. Felipe Massa muss für den Spanier fahren, wenn es das Renngeschehen verlangt.

Mark Webber und Sebastian Vettel nehmen sich die Punkte gegenseitig weg. Sie sind nur durch zwei Zähler getrennt. Da ist Stallregie illusorisch. Sebastian Vettel nimmt es sportlich: "Wir können frei fahren. Aber das ist ja nichts Neues für Mark und mich."

Setzt McLaren alles auf die Karte Hamilton?

Bei McLaren liegt der Fall in diesem Jahr anders. Jenson Button fehlen 41 Punkte auf Lewis Hamilton. Schreit das nicht nach Stallregie? Wenn Hamilton sich überhaupt noch eine Chance ausrechnen darf, Alonso einzuholen, kann jeder Punkt, den ihm Button wegnimmt, ein Geschenk für Alonso sein.

Jenson Button sieht es anders. Der Weltmeister von 2009 will sich nicht einbremsen lassen. "Ich habe 40 Punkte Rückstand auf Lewis, er hat 40 Punkte Rückstand auf Fernando. Solange Lewis eine Chance sieht Alonso einzuholen, sehe ich eine Chance auf Lewis aufzuschließen. Lewis gibt nicht auf. Warum sollte ich es tun? Mein Rückstand beträgt weniger als zwei Siege."

Hamilton verlangt nicht nach Stallregie

Lewis Hamilton wird die McLaren-Teamleitung nicht bitten, seinen Teamkollegen einzubremsen. "Jenson fährt für das Team, und er fährt für sich. Das ist legitim. Wenn er stark fährt, kann er auch meinen Gegnern in der Weltmeisterschaft Punkte wegnehmen." Lewis Hamilton ist ein Romantiker, ein Rennfahrer mit Stolz. "Ich will meine Gegner auf der Strecke besiegen und nicht gewinnen, weil andere mich freiwillig vorbeigelassen haben. Das ist der völlig falsche Ansatz für mich. Ich würde nie nach Stallregie fragen."

Die Frage ist, ob die Teamleitung von McLaren genauso denkt. Es ist ein einfaches Rechenexempel. Man holt leichter 47 Punkte als 88 Punkte auf. Der WM-Zug für Jenson Button ist abgefahren. Nur noch unverbesserliche Optimisten können sich vorstellen, dass Button diesen Rückstand auf den Ferrari-Piloten wettmacht.

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