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Lewis Hamilton: McLaren macht Fortschritte

Formel 1-Test, Barcelona, 22.2.2012, Lewis Hamilton, McLaren

Lewis Hamilton kann wieder lachen. Sein McLaren hat in den ersten beiden Testtagen von Barcelona eine deutlich bessere Figur hinterlassen als in Jerez. Ohne, dass neue Teile ans Auto gekommen wären. Die Ingenieure wissen jetzt aber, wie sie das Auto einstellen sollen.

Das erste Lob kam vom Gegner. Red Bull-Teamchef Christian Horner warnte: "Auf McLaren müssen wir aufpassen. Die werden immer besser." Dann lobte Lewis Hamilton sein Team. "Wir stehen viel besser da als im letzten Jahr und auch besser als vor zwei Wochen in Jerez."

McLaren mit stärkerer Basis als im letzten Jahr

Dabei ist der McLaren MP4-27 mit dem Auto identisch, das in Jerez nur im Mittelfeld gelandet war. Hamilton erklärt das so: "Wir beginnen unser Auto zu verstehen und wissen, wie wir die Reifen behandeln müssen, welches Setup wir brauchen, welche Aerobalance."

So zeigte sich der neue McLaren vor allem in schnellen Kurven wie verwandelt. Die waren in Jerez noch ein Problem. "Wir haben viel darüber gelernt, wo wir den Abtrieb hinlegen müssen. Das Auto ist viel besser ausbalanciert. Jetzt kann ich auch sagen, dass wir eine stärkere Basis als letztes Jahr haben. Vom Speed und der Standfestigkeit her."

McLaren zeigt sich zuverlässig

Die Daten sprechen für sich: 114 Runden am Dienstag, 121 Runden am Mittwoch. "Das hatte ich letztes Jahr bei allen Testfahrten zusammen", blickt Hamilton zurück. "Wir sind mit unserem Programm viel weiter als vor einem Jahr und spielen schon das gesamte Setup-Programm durch: Bodenfreiheit, Dämpfer, Stabis und so weiter."

Ganz nebenbei spulte Hamilton auch eine Rennsimulation ab. Fast zeitgleich mit Sebastian Vettel. Vergleiche wollte Hamilton nicht ziehen. "Ich war praktisch nur mit alten Reifen unterwegs." Beobachter schlossen daraus. "Dann sind die Rundenzeiten von Hamilton umso höher einzuschätzen." Der Weltmeister von 2008 bremste: "Der Red Bull macht eine sehr gute Figur."

McLaren verteilt Abtrieb neu

Die Zweifel an dem Konzept der tiefen Nase sind verflogen. Vielleicht gibt es ja doch zwei Wege, die zum Ziel führen. "Ich bin da wohl etwas negativ rübergekommen", wehrt Hamilton ab. "Wir haben ähnlich viel Abtrieb wie die anderen Autos. In Jerez bestand nur das Problem, dass dieser Abtrieb falsch über das Auto verteilt war. Das wurde abgestellt."

Der McLaren-Pilot hat keine Angst, dass nächste Woche noch jemand die große Geheimwaffe auspackt: "Ich glaube, die Karten sind zum großen Teil aufgedeckt. Was nächste Woche noch kommt, sind Optimierungen an allen Teilen des Autos. Da werden wir auch etwas dabei haben." Hoffentlich hat er Recht. Bei einem Adrian Newey weiß man nie, was der in der letzten Minute noch ausgeheckt hat.

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Michael Schmidt

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