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Lewis Hamilton

Meister der zweiten Saisonhälfte

Lewis Hamilton Foto: Wolfgang Wilhelm 32 Bilder

Wäre die Formel 1-Weltmeisterschaft erst mit dem GP Deutschland am Nürburgring angepfiffen worden, dann würden in Abu Dhabi Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel und Rubens Barrichello um den WM-Titel kämpfen. Mit besten Chancen für Hamilton.

27.10.2009 Michael Schmidt

Für Lewis Hamilton und McLaren-Mercedes begann die Formel 1-WM 2009 um acht Rennen zu früh. In diesen ersten acht Rennen hat der Titelverteidiger nur neun WM-Punkte zusammengekratzt. Da lag der neue Champion Jenson Button mit 64 Zählern bereits uneinholbar für Hamilton in Front.

Kimi Räikkönen ging es nicht viel besser. Der Finne hatte vor dem Nürburgring nur zehn Zähler auf dem Konto. Sebastian Vettels Rückstand auf Button betrug trotz respektabler 39 Punkte immerhin auch noch 25 Zähler. Obwohl der Red Bull-Pilot gefühlt eine wesentlich bessere zweite Saisonhälfte als sein englischer Gegenspieler hatte, verkürzte sich dieser Rückstand in den nächsten acht Rennen nur um zehn Punkte.

Hamilton wacht zu spät auf

Der Mann der zweiten Halbzeit aber ist Lewis Hamilton. Der Weltmeister von 2008 sammelte ab dem GP Deutschland 40 Punkte, mehr als jeder andere Fahrer im Feld. Dabei ging er am Nürburgring noch leer aus, weil Mark Webber ihm im Startgetümmel den Hinterreifen aufgeschlitzt hatte. "Wir waren schon am Nürburgring siegfähig", erinnert Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Hamilton demonstrierte mit zwei Siegen und insgesamt fünf Podestplätzen, dass seine Formsteigerung in der zweiten Saisonhälfte kein Zufall war. Einen dritten Platz in Monza verschenkte er durch Unfall in der letzten Runde. Hamiltons Pech: Die Wende bei McLaren kam zu spät. Der neue Frontflügel in Verbindung mit dem adaptierten Unterboden brachte am Nürburgring einen Sprung von 0,7 Sekunden.

Trotzdem waren die Silberpfeile danach nicht auf jedem Streckentyp konkurrenzfähig. Wenn es rechtwinkelig ums Eck ging, dann fuhr McLaren um den Sieg. Dank des Mercedes-Motors, dank KERS, dank der verbesserten Aerodynamik. In schnellen, langgezogenen Kurven hatte das Auto weiter Defizite, wenn auch nicht so gravierend wie zuvor. Auch schnelle Richtungswechsel schmeckten dem MP4-24 nicht. "Unser Auto hat einen zu hohen Schwerpunkt", analysiert Heikki Kovalainen, der wie Hamilton in der zweiten Halbzeit deutlich stärker war als in der ersten. 18 der 22 Zähler machte der Blondschopf ab dem GP Deutschland.

Räikkönen schnell trotz Entwicklungs-Stopp

Nummer zwei der Rennen vom Nürburgring bis Interlagos war Kimi Räikkönen. Der Ferrari-Pilot holte einen Sieg und sammelte 38 Punkte. Dabei stellte Ferrari die Entwicklung am Auto ab dem GP England ein. Räikkönen profitierte aber zunächst vom Lerneffekt. "Es dauerte, bis wir die Änderungen der ersten Saisonhälfte richtig verstanden und optimal in Rundenzeit umsetzen konnten." Wie bei McLaren wurde KERS dann zum Joker. Erst als die Konkurrenz mit ihren letzten Facelifts aufrüsteten, rutschte Ferrari ab. "Jetzt ist nur noch Schadensbegrenzung angesagt", gibt Teamchef Stefano Domenicali zu.

Sebastian Vettel war nur dem oberflächlichen Eindruck nach der Mann des Sommers. Mit 35 Punkten steht er schlechter da als Hamilton und Räikkönen. Die zwei Nullrunden am Hungaroring und in Valencia, dazu der mickrige Punkt von Monza trübten die Bilanz. Vettel und sein Red Bull waren die schnellste, aber nicht die glücklichste Kombination.

Barrichello knapp vor Button

Auch Rubens Barrichello hätte noch Weltmeister werden können, würde nur die zweite Jahreshälfte zählen. Der Brasilianer schlug seinen Teamkollegen Jenson Button zwar seit dem Nürburgring in fast jedem Training, doch so richtig Kapital konnte er nicht daraus schlagen. Während Button mit seiner Hamstertaktik 25 Punkte zusammenfuhr, kam Barrichello trotz zwei Siegen nur auf 31 Zähler. Der verpatzte Start von Spa, der verunglückte Boxenstopp von Singapur, das falsche Setup in Suzuka und der schleichende Plattfuß in Interlagos haben Rubinho gut 15 Punkte gekostet.

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