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Lewis Hamilton - Verlierer von Suzuka

"Jetzt zählen nur noch Siege"

Sebastian Vettel + Lewis Hamilton Foto: xpb 35 Bilder

Lewis Hamilton hat nach einem Katastrophen-Wochenende in Suzuka den Formel 1-Titeltraum nicht aufgegeben. Der McLaren-Pilot weiß nach seinem fünften Platz beim GP Japan, dass in den letzten drei Rennen nur noch die Devise "Alles oder nichts" zählt.

12.10.2010 Michael Schmidt

Nach den Ausfällen von Monza und Singapur konnte es für Lewis Hamilton eigentlich nicht schlimmer kommen. Doch der GP Japan wurde für den McLaren-Fahrer zum Gang nach Canossa. Ein Trainingscrash, eine Strafversetzung wegen Getriebewechsels, eine Ohrenentzündung und noch ein Getriebeproblem. Da konnten selbst zehn Punkte für einen fünften Platz nicht trösten.

Hamilton gibt den WM-Titel nicht auf

Im WM-Kampf fehlen Hamilton jetzt schon 28 Punkte auf Spitzenreiter Mark Webber. Trotzdem kündigt er den Red Bull-Fahrern und Fernando Alonso den Kampf an. "Ich gebe nicht auf. Wenn Alonso gesagt hat, dass man nur noch eine Titelchance hat, wenn man jedes Rennen auf dem Podest landet, dann muss ich das für mich modifizieren: Für mich zählen ab jetzt nur noch Siege."

Hamilton ist ein Meister der Selbstmotivation. Dazu hatte er allen Grund. Erst feuerte er Freitag seinen stark modifizierten McLaren in einen Reifenstapel. "Bis dahin hatte sich das neue Aero-Paket richtig gut angefühlt. Mein McLaren war wie verwandelt. Leider sind wir nicht genügend Runden gefahren, um einen Renneinsatz riskieren zu können."

Alter Flügel und zwei defekte Getriebe bei McLaren

Deshalb blieb der kurzfristig eingeflogene Ersatz-Heckflügel in der Kiste. Hamilton fuhr mit der alten Version und war trotzdem erstaunlich schnell. Seine dritte drittschnellste Trainingszeit war sogar ein Warnschuss an die übermächtigen Red Bull. "Ferrari hätten wir locker im Griff gehabt", insistierte Hamilton. Hätte, wäre, wenn zählt nicht. Ein Getriebewechsel warf ihn um fünf Startplätze zurück.

Im Rennen nervten den Weltmeister von 2008 hartnäckige Ohrenschmerzen. Und ab der Hälfte der Distanz kam ein weiteres Getriebeproblem dazu. In der brandneuen Kraftübertragung streikte der dritte Gang. "Ich will aus der Haarnadel beschleunigen und vom zweiten in den dritten Gang hochschalten, als es im Getriebe knackt. Zum Glück ist noch der vierte Gang reingesprungen. Den Rest des Rennen habe ich mit den oberen vier Gängen zurückgelegt, weil ich Angst hatte, alles fliegt auseinander."

Nächster Getriebe-Wechsel beim GP Korea?

Platz fünf war mit dem angeschlagenen Getriebe fast schon ein kleiner Sieg. Die Getriebemisere könnte Hamilton in Korea teuer zu stehen kommen. Bei einem erneuten Tausch muss er wieder fünf Startplätze zurück. McLaren betet, dass nur Gangräder oder Schaltklauen beschädigt sind. Die dürfte man unter bestimmten Bedingungen tauschen.

Eine positive Erkenntnis nahm Hamilton von Japan mit nach Hause: "Nach unserem Entwicklungsschritt habe ich wieder ein Siegerauto." Und die nächsten drei Rennstrecken passen auch wieder besser ins Profil des McLaren-Mercedes. Besonders Korea mit drei langen Geraden. "Eine davon ist die längste Gerade im Kalender", stöhnt Red Bull-Berater Helmut Marko.

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