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Formel 1 immer schneller

Hamilton schlägt Bahrain-Rekord

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Bahrain - 2. April 2016 Foto: sutton-images.com 72 Bilder

Es hat sich schon in Melbourne angedeutet. Die Formel 1 könnte in diesem Jahr so manchen Rekord brechen. Was an schnelleren Autos, stärkeren Motoren und weicheren Reifen liegt. Lewis Hamilton legte mit 1.29,493 Minuten die schnellste Bahrain-Pole Position aller Zeiten auf die Bahn.

02.04.2016 Michael Schmidt

In Melbourne hat es nur fast geklappt. Lewis Hamilton stellte die zweitschnellste Trainingsbestzeit auf, seit die Formel 1 im Jahr 1996 in Melbourne einzog. In Bahrain purzelte der erste Rekord. Er datierte aus dem Jahr 2005. Fernando Alonso war im letzten Jahr der Zehnzylinder mit einer Zeit von 1.29,818 Minuten von der Pole Position gestartet. In einem freien Training war Mark Webber sogar einmal auf 1.29,5 Minuten gekommen.

Der neue Rekordhalter heißt Lewis Hamilton. Die Zeit von 1.29,493 Minuten ist absoluter Rekord. 77 Tausendstel besser als Teamkollege Nico Rosberg. Oder eine Wagenlänge. Jedenfalls um Welten besser als die letztjährige Pole Position, die nur bei 1.32,571 Minuten lag. Aufgestellt ebenfalls von Hamilton. Sebastian Vettel seinerseits hat den Ferrari-Rekord in Bahrain unterboten. Der datierte mit 1.30,139 Minuten von Michael Schumacher im Auto aus der Saison 2004. Vettel war um 0,127 Sekunden schneller.

1.000 PS in zwei Jahren

Der dramatische Zeitensprung hat 3 Gründe. Die Autos haben fast 10 Prozent mehr Abtrieb als im Vorjahr. Pirelli misst an den Reifen Kräfte, die um 100 Kilogramm das Vorjahr übersteigen. Die Motoren haben über den Winter um bis zu 40 PS zugelegt. Der Mercedes V6-Turbo wird auf eine Systemleistung von 930 PS taxiert. "In 18 Monaten könnten wir die 1.000 PS-Marke kratzen", hofft Motorenchef Andy Cowell.

Auch das größere Reifenangebot spielt eine Rolle. Zum ersten Mal hatte Pirelli die Mischung Supersoft für Bahrain im Angebot. Eine Stufe weicher als im Vorjahr. Allerdings wurden die Reifendrücke auf 21,5 PSI vorne und 19,0 PSI hinten festgelegt. Das sind vorne 2,5 PSI und hinten 2,0 PSI mehr als im Vorjahr.

Das drückt massiv auf die Rundenzeit. Da ist also locker das Potenzial für eine 1.28er Runde vorhanden. Hamilton war trotzdem begeistert: "Ich habe im Vergleich zum letzten Jahr viel mehr Grip gespürt. Ich schätze, dass die Hälfte der 3 Sekunden gegenüber 2015 auf die Reifen und die andere Hälfte auf die Entwicklung geht."

Hamilton kommt mit blauem Auge davon

Vielleicht lag es auch an den relativ kühlen Bedingungen. Abends kühlte die Strecke bis auf 28 Grad ab. "Je kühler, umso besser lief es für uns. Ferrari war besser sortiert bei wärmeren Bedingungen. Wir haben im Q3 jedenfalls nichts aus dem Hut gezaubert, was wir nicht vorher auch schon am Auto hatten."

Das bestätigt auch Teamchef Toto Wolff: "Im dritten Training war Ferrari ehrlich schneller. Auch zu Beginn der Qualifikation sah es noch eng aus. Dann haben sich die Bedingungen mehr in unsere Richtung bewegt. Der deutliche Vorsprung schmeichelt uns."

Hamilton fuhr auch die fast perfekte Runde. "Es war wie ein Ass im zweiten Aufschlag", freute sich der Weltmeister. "Ich lag schon nach der ersten Kurve 2 Zehntel unter meiner bisherigen Bestzeit." Zum Schluss musste Hamilton um seine 51. Pole Position zittern. Er hatte im Parce Fermé den Rückwärtsgang eingelegt. Das ist in der Boxengasse verboten. Nigel Mansell wurde 1989 dafür disqualifiziert. Hamilton kam mit einer Verwarnung davon. Weil er von den Offiziellen keine klaren Anweisungen über seine Parkposition bekam.

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