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Lewis Hamilton gibt Fehler zu

"Solche Tage können die WM entscheiden"

Lewis Hamilton Foto: xpb 30 Bilder

Eigentlich hätte Monza die Paradestrecke von McLaren werden sollen. Am Ende gab es einen zweiten Platz und einen Ausfall. Lewis Hamilton nahm die volle Schuld für seinen Crash auf sich. Jenson Button war mit Rang zwei ebenfalls nicht zufrieden.

12.09.2010 Tobias Grüner

Dass Red Bull Monza mit mehr Punkten im Gepäck verlässt als Mclaren, hätte sich Teamchef Martin Whitmarsh wohl vor dem Italien-Wochenende auch nicht gedacht. Doch nach dem Ausfall von Lewis Hamilton und dem zweiten Platz von Jenson Button vergrößerten die Bullen ihren Vorsprung in der WM-Wertung von einem auf drei Zähler.

Besonders der Crash von Lewis Hamilton in der zweiten Schikane könnte für McLaren noch dramatische Auswirkungen haben. "Der Kampf um den Titel ist natürlich noch nicht vorbei", erklärte Lewis Hamilton später. "Aber an Tagen, wie diesem und mit solchen Fehlern verliert man schnell die Meisterschaft. So etwas kann entscheidend sein."

Hamilton mit Rang vier nicht zufrieden

Dabei sah es zunächst so aus, als wäre Hamilton auf dem Vormarsch. "Mein Start war eigentlich ganz gut. Ich habe einen Platz gewonnen und lag auf Rang vier. In einer perfekten Welt, hätte ich da erst einmal eine Weile bleiben sollen", blickt der Weltmeister von 2008 auf die ersten Meter zurück. "Doch vor der zweiten Kurve habe ich versucht, mich innen zu positionieren und um Platz drei zu kämpfen."

Im Kampf mit Ferrari-Pilot Massa ging Hamilton nur als zweiter Sieger vom Feld. Die Kollision mit dem Brasilianer nahm die Aufhängung des McLaren krumm. In der ersten Lesmo-Kurve ging es für den Engländer nur noch geradeaus ins Kiesbett. Hamilton suchte nach dem Rennen nicht lange nach einem Schuldigen.

Hamilton zur falschen Zeit am falschen Ort

"Das war mein Fehler. Ich wollte das Auto für die Kurve positionieren, aber ich war zu nah an Massa dran. Einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Wir wollten gemeinsam um die Kurve, aber als er eingelenkt hat, beschädigte er mir die Aufhängung. Ich entschuldige mich beim Team für den Fehler. Die haben das ganze Wochenende einen guten Job erledigt."

Eigentlich hätte Hamilton gerne einen Sieg von Teamkollege Jenson Button bejubelt. Doch der verlor seine Führung beim Boxenstopp an Fernando Alonso. "Ich bin schon etwas enttäuscht", erklärte der amtierende Champion anschließend. "Man will immer auf der höchsten Stufe des Podiums stehen. Aber wir konnten heute nicht ganz die Pace der Ferrari mitgehen."

Button-Strategie ein Fehler?

Am Ende gab es große Diskussionen, ob die Strategie bei McLaren die richtige war. Button wurde vor Alonso an die Box gerufen, der mit einer schnellen Runde anschließend vorbeiziehen konnte. "Vielleicht war die Entscheidung zum Boxenstopp falsch", klagte der Engländer. Aber das Team hatte das Gefühl, dass die harten Reifen schneller als die weichen waren. Ich fand aber leider keinen Grip auf den neuen Gummis und verlor etwas Zeit. Als ich Fernando direkt vor mir auftauchen sah, war ich sehr enttäuscht."

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh wollte dagegen nicht von einer Fehlentscheidung sprechen. "Es war am Ende egal, welche Strategie wir gewählt haben. Fernando (Alonso) wäre auch vorbeigekommen, wenn Ferrari den Boxenstopp vor uns gemacht hätte. Sie haben einfach die Reifen schneller als wir auf Temperatur gebracht."

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