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Lewis Hamilton mit Trainings-Unfall

Kleiner Crash mit großen Folgen

Lewis Hamilton Foto: xpb 24 Bilder

Lewis Hamilton setzte im ersten Training zum GP Japan seine Unfallserie fort. Der Engländer feuerte seinen McLaren in der zweiten Degner-Kurve gegen einen Reifenstapel und richtete massiven Schaden am Auto an. Den Mechanikern droht eine lange Nacht.

08.10.2010 Michael Schmidt

Am Donnerstag musste sich Lewis Hamilton noch für seine Kollisionen in Monza und Singapur verteidigen. Der WM-Dritte kündigte unverdrossen an: "Ich werde nichts an meinem Fahrstil ändern." Das erste Training war 47 Minuten alt, da krachte es erneut. Lewis Hamilton kam ausgangs der ersten Degnerkurve auf den Randstein und brachte das Auto nicht mehr unter Kontrolle. Untersteuernd rutschte der MP4-25 in der zweiten Degner-Kurve in den Reifenstapel.

"Die Bodenwellen im ersten Eck sind schlimmer als im letzten Jahr", verteidigte Sebastian Vettel seinen Kollegen. "Es gibt einen im Scheitelpunkt und einen am Ausgang. Wenn du die Wellen blöd triffst, landest du schnell auf dem äußeren Randstein." BBC-Reporter Martin Brundle fiel auf. "Nach den vielen Unfällen im letzten Jahr haben sie den Randstein der ersten Kurve abgeflacht. Das hat zur Folge, dass die Autos nicht gleich in dieser Kurve abfliegen. Wenn sie dort ein Problem bekommen, pflanzt sich das in die zweite Degner-Kurve fort."

Nach Hamilton auch Button mit Abflug

Jenson Button lieferte gegen Trainingsende fast eine Wiederholung des Hamilton-Crashs ab. "Jenson hatte das Glück, dass sein Fahrzeug anfing zu springen. Dadurch versetzte das Heck, und er hat das Auto mit Gaseinsatz noch um die zweite Kurve gebracht", erzählte Teamchef Martrin Whitmarsh.

Für Hamilton hat der Unfall Folgen. Erst neun Minuten vor dem Ende des zweiten Trainings war der Chrom-Pfeil soweit wieder repariert, dass der Engländer nochmal auf die Strecke konnte. Die Mechaniker mussten nicht nur das abgerissene linke Vorderrad verarzten. Der Hinterreifen zerschlug die linke Endplatte des neuen Heckflügels, von dem es nur zwei Exemplare vor Ort gibt. Hamilton musste im zweiten Training auf den alten Flügel zurückrüsten. Das ist ärgerlich, weil McLaren eigentlich jede Runde braucht, um die komplett neue Heckpartie zu testen.

Neue Endplatten, neues Chassis

In England wurde ein Mechaniker in Marsch gesetzt, der im Handgepäck neue Endplatten mit nach Japan bringt. Die Teile müssen bis spätestens Samstagmittag in Suzuka sein, denn wegen der Parc Fermé-Bestimmungen muss die Montage des Ersatzflügels vor der Qualifikation abgeschlossen sein. "Der Flap und das Hauptblatt des Flügels haben überlebt. Es reicht also, wenn neue Endplatten kommen", berichtet Whitmarsh.

Den Mechanikern steht noch mehr Arbeit ins Haus. Bei einer Inspektion des Unfallautos stellten die Techniker einen Riss im Chassis fest. Für die zweite Trainingssitzung am Freitag konnte er notdürftig geflickt werden. "Über Nacht werden wir das Chassis tauschen", verrät Whitmarsh. Das ist ein Knochenjob, denn die Teams dürfen aus Kostengründen kein komplettes Ersatzauto mitbringen. Die McLaren-Schrauber müssen also aus einer Chassisröhre und den Anbauteilen ein komplett neues Auto aufbauen.

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