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Lizenz-Gebühren

Mosleys Antwort auf Piloten-Kritik

Max Mosley Foto: Daniel Reinhard 20 Bilder

FIA-Präsident Max Mosley hat auf die Klagen der Formel 1-Piloten über zu hohe Gebühren für die Fahrerlizenzen geantwortet. Der Beitrag sei seiner Ansicht nach angemessen.

12.02.2009 Tobias Grüner

Das war sicherlich nicht die Antwort, die sich die Gewerkschaft der Formel 1-Piloten (GDPA) gewünscht hat. Max Mosley will nicht von seinen Gebührenforderungen abweichen. Die Fahrer hatten sich zuletzt sogar schriftlich bei FIA-Boss beklagt, dass die Summen überproportional hoch seien und mit keiner anderen Rennserie vergleichbar.

Diesem Vorwurf stellte Mosley nun entgegen, dass die Piloten nicht gezwungen seien, in der Formel 1 zu fahren. "Wenn sie unglücklich sind, können sie gerne in Serien fahren, in denen die Gebühren niedriger sind", konterte der 68-Jährige. Jeder der sich die Formel 1 nicht leisten könne, habe noch viele günstigere Alternativen.

Betrag ist angemessen

Mosley machte allerdings auch deutlich, dass Piloten in der Formel 1 die bestbezahlten Motorsportler weltweit seien. "Deshalb ist es nur vernünftig, dass sie auch einen steuerlich absetzbaren Beitrag zur Sicherheit und zur Durchführung der Sportart beitragen, von der sie so profitieren."

Um die beklagte Unverhältmäßigkeit zu beweisen, forderte Mosley die Piloten erneut auf, ihre Jahres-Gagen offenzulegen. Die Fahrer hatten dies zuletzt mit dem Verweis auf die Vertraulichkeit abgelehnt. Mosleys Antwort: "Vertraulichkeit ist kein Problem - wir haben mit den Teams viele Abkommen mit geheimen Informationen .

Aufwand verursacht Kosten

In diesem Zusammenhang hob Mosley noch einmal die Leistungen der FIA hervor, die einen großen Beitrag zu den aktuellen Sicherheitsstandards in der Königsklasse beigetragen hätten: "Diese Bemühungen haben das Leben von vielen Superlizenz-Inhabern gesichert. Und der Aufwand bezahlt sich nicht von selbst."
 
In seinem direkten Brief an die Fahrer bat der Brite noch einmal um Verständnis: "Ich hoffe, sie sehen die Fairness auf unserer Seite ein und entscheiden sich, weiter in der Formel 1 zu fahren." Ein Zugeständnis machte der FIA-Präsident dann doch noch. Mosley versprach, dass die Gebühren in absehbarer Zukunft nur in der Höhe der Inflation ansteigen werden.

Vettel hat bereits bezahlt

Wie ein Sprecher des Weltverbands am Mittwoch gegenüber dem englischen Magazin "autosport" mitgeteilt haben soll, haben bereits drei Fahrer ihre Gebühren für die neue Saison entrichtet. Einer dieser Piloten könnte Sebastian Vettel gewesen sein, der noch am Rande der Testfahrten in Jerez gegenüber auto-motor-und-sport.de bestätigt hatte, das Geld bezahlt zu haben. "Es geht uns Fahrern mehr um die Art, wie die FIA bei dem Thema mit uns umgegangen ist, als um die Frage, ob wir zahlen oder nicht. Von Streik ist nicht die Rede", erklärte der Toro Rosso-Pilot.

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