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London will Formel 1-Grand-Prix

Foto: Jordan

Londons Bürgermeister Ken Livingstone möchte innerhalb der kommenden vier Jahre einen Grand Prix im Herzen der englischen Hauptstadt organisieren. Ein Show-Veranstaltung der Formel 1 in der Regent-Street am Dienstag (6.7.) war schon einmal ein voller Erfolg.

07.07.2004

"Wenn Monaco das kann, können wir das auch", sagte Ken Livingstone nach einer Parade von Formel-1-Rennwagen am Dienstagabend in der Regent Street. Stargast Nigel Mansell fügte an: "Hier sind die Straßen außerdem drei Mal so breit." Mansell ließ vor 250.000 Zuschauern, die die Einkaufsmeile säumten, einen Jordan mit rauchenden Reifen kreiseln. Das Tempolimit von maximal 70 Meilen ließ der Weltmeister von 1992 locker hinter sich. "Es waren eher so um die 140 Meilen. Aber erzählt das nicht weiter."

Außer Mansell demonstrierten auch aktuelle Formel 1-Stars wie Juan Pablo Montoya, Jenson Button und David Coulthard die Urgewalt der Formel 1 vor. Von Burnouts bis zu Startsimulationen wurde den Zuschauern alles geboten. Die Menschen standen in Zehnerreihen auf den Bürgersteigen, einige kletterten gar auf Laternenpfähle, um besser sehen zu können. "Ich fürchte, für die älteren Stadtbewohner war es ein bisschen zu laut", sagte Teamchef Frank Williams grinsend."

Ein Haufen Bürokraten

Organisator der Veranstaltung war Harvey Goldsmith, der bereits zu den Initiatoren des berühmten Live Aids-Konzert in Wembley 1986 gehörte. Goldsmith ist im Bezug auf den Stadt-Grand Prix wenig optimistisch: "Es gibt einen Haufen Bürokraten in London, die nicht wollen, dass überhaupt etwas passiert. Die verbringen ihr Leben damit, tausend Gründe zu finden, warum ein Konzert im Hyde Park schon nicht möglich ist", sagte er der Zeitung "Evening Standard".

Goldsmith hat Bedenken bezüglich der bei einem Grand Prix auftretenden Verkehrsprobleme und einer sicheren und dennoch für viele Zuschauer gut einsehbaren Strecke. Sebastien Coe, früherer Weltklasse-Leichtathlet und heutiger Chef der Londoner Olympia-Bewerbung sieht keine Hindernisse: "Egal, ob es der London Marathon ist, ein Rennen mit Formel 1-Autos oder eine Party im Park. Wir wissen, wie es geht."

Der Bürgermeister reibt sich schon die Hände: "Mit all den historischen Plätzen im Hintergrund könnte das im Fernsehen eines der meistgesehenen Rennen im Kalender werden." Livingstone hofft auf einen neuen Tourismus-Boom in der Hauptstadt. "Vor einem Jahr haben wir angefangen, mit Bernie Ecclestone zu reden. Ein Projekt wie dieses braucht etwa 18 Monate Planungszeit. Meine Amtszeit geht bis 2008. Also habe ich vier Jahre Zeit."

Die Queen sagt: "Yes!"

Für das Rennen im Herzen der Metropole stehen angeblich 30 Millionen Euro bereit, die Bernie Ecclestone zusteuern soll. Der Buckingham Palast soll bereits zugestimmt haben, dass Michael Schumacher und Co. den Hyde Park als Austragungsort nutzen dürfen.

Livingstone versucht schon jetzt, einen reservierten Platz für den London-Grand Prix im Formel 1-Kalender 2006 zu finden. Ironie des Schicksals: Die Show-Veranstaltung auf der Regent Street sollte auch den Verkauf der Karten für den englsichen Grand Prix in Silverstone ankurbeln. Der traditionsreiche Kurs könnte aber das Opfer des Stadt-Rennens werden. Formel 1-Chef Ecclestone ist die seiner Meinung nach veraltete Rennstrecke in Northamptonshire ohnehin ein Dorn im Auge. Andere sehen kein Problem darin, auch zwei Rennen auf der britischen Insel auszutragen: "Einige Länder haben zwei Grand Prix, warum nicht England."

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