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Longrun-Analyse Barcelona-Test 2015

Abstände im Renntrimm knapper

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Barcelona - 1. März 2015 Foto: xpb 38 Bilder

Mercedes ist nicht nur auf einer schnellen Runde eine Macht. Auch im Longrun liegen die Silberpfeile vorn. Allerdings nicht ganz so deutlich. Williams kam bis auf zwei Zehntel pro Runde heran. Ferrari fehlte eine Sekunde.

06.03.2015 Michael Schmidt

Das Ausrechnen der Rennsimulationen ist eine mühsame Arbeit. Nicht nur, weil die neun Teams an den letzten vier Tagen in Barcelona insgesamt 3.503 Runden gedreht und damit jeden Menge Daten produziert haben. Der Vergleich der Longruns ist auch wegen unterschiedlicher Reifen, unterschiedlicher Programme und unterschiedlicher Bedingungen an den vier Tagen schwierig.

Wir haben uns auf die letzte Barcelona-Woche konzentriert, weil die Autos da der Melbourne-Spezifikation am nächsten kommen. Mercedes hat in den letzten vier Tagen leider kein richtiges Rennen mehr simuliert. Das haben die Titelverteidiger schon alles vorher erledigt. Deshalb war nur der letzte Tag von Nico Rosberg relevant, als er in den letzten 2 Stunden zu 4 längeren Stints ausrückte. Zwei Mal sogar auf weichen Reifen.

Williams in Longruns nahe an Mercedes dran

Mercedes machte trotz des konträren Programms auch da eine gute Figur. Die weichen Reifen brachen zum Schluss allerdings mächtig ein. Williams-Technikchef Pat Symonds leitete daraus die Hoffnung ab, dass Mercedes auf extrem reifenmordenden Strecken vielleicht die alten Probleme von 2012 und 2013 wieder einholen.

Williams verfuhr ähnlich wie das Werksteam. Felipe Massa und Valtteri Bottas simulierten den Grand Prix bereits in der zweiten Testwoche. Auch hier musste ein Quasi-Longrun von Felipe Massa am vorletzten Testtag herhalten. Der Brasilianer war da im Schnitt um 0,232 Sekunden langsamer als Rosberg. Das macht Hoffnung. Weil beide den gleichen Motor fahren.

Ferrari schneller, Red Bull konstanter

Ferrari schickte Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel an den letzten beiden Tagen auf die GP-Distanz. Vettel war im Mittel um zwei Zehntel langsamer als sein Teamkollege. Wegen der höheren Temperaturen gab die Strecke aber weniger Grip her.

Vettel war zwei Mal auf Medium-Reifen unterwegs und zum Schluss auf den unmarkierten Pirelli-Winterreifen. Insgesamt hinkte Ferrari den Mercedes-Zeiten um eine Sekunde hinterher. Da Massa und Rosberg ihre Dauerläufe aber kaum mit einem vollen Tank begonnen haben, relativiert sich der Rückstand etwas.

Red Bull lag zwar zwei Zehntel hinter Räikkönens Zeit, doch das beeindruckende an Daniel Ricciardos 55-Runden-Test war die Konstanz der Rundenzeit. Sie schwankte deutlich weniger als bei Ferrari. Trotz Defiziten bei der Fahrbarkeit des Renault-Motors. Und obwohl das letzte Aero-Upgrade in Milton Keynes blieb. Was zeigt, dass man mit Red Bull rechnen muss.

Verstappen mogelt sich ins Spitzenquartett

Max Verstappen mogelte sich mit seinem Toro Rosso in das Spitzenquartett. Doch auch dieser Longrun ist mit Vorsicht zu genießen. Er fand bereits am Freitag statt, dem schnellsten aller Testtage in Barcelona.

Ein Referenzwert mit Carlos Sainz am Samstag war nicht möglich, weil wegen eines Transponderschadens in unserem Datenblatt einige Werte verloren gingen. Es sieht aber so aus, als wäre der Spanier etwas langsamer gewesen.

Lotus musste sich bei den Rennsimulationen hinter Sauber und Toro Rosso anstellen. Was nicht ganz zum Gesamteindruck der Testfahrten passt. Die schwarzen Autos waren in der mittleren Testwoche deutlich besser unterwegs.

McLaren hat nie eine Renndistanz geschafft. Jenson Buttons Mittelwert berechnet sich aus zwei kurz aufeinander folgenden 12-Runden-Turns. Force India musste seinen Grand Prix praktisch aus dem Stand abspulen. Am Freitag tauchte das Auto zum ersten Mal auf. Nur einen Tag später schaffte Nico Hülkenberg fast eine GP-Distanz mit zwei Boxenstopps. Dafür waren die Rundenzeiten ehrenwert.

FahrerTeamRundenschnittLongrun-Dauer
1. Nico RosbergMercedes1:29.054 Min.43 Runden
2. Felipe MassaWilliams1:29.286 Min.46 Runden
3. Kimi RäikkönenFerrari1:30.076 Min.60 Runden
4. Max VerstappenToro Rosso1:30.218 Min.53 Runden
5. Sebastian VettelFerrari1:30.222 Min.58 Runden
6. Daniel RicciardoRed Bull1:30.259 Min.55 Runden
7. Felipe NasrSauber1:30.642 Min.57 Runden
8. Pastor MaldonadoLotus1:30.715 Min.37 Runden
9. Marcus EricssonSauber1:31.222 Min.41 Runden
10. Jenson ButtonMcLaren1:31.171 Min.24 Runden
11. Romain GrosjeanLotus1:31.399 Min.38 Runden
12. Nico HülkenbergForce India1:31.565 Min.60 Runden
13. Sergio PerezForce India1:31.612 Min.49 Runden
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