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Lotus auf dem Podium

Grosjean-Erfolg auf Angststrecke

Romain Grosjean - GP Belgien 2015 Foto: xpb 68 Bilder

Romain Grosjean feierte in Spa das erste Podium seit fast 2 Jahren. Ausgerechnet auf der Strecke, auf der er die schwersten Stunden seiner F1-Karriere erlebte. Entsprechend erleichtert zeigte sich der Pilot anschließend.

23.08.2015 Tobias Grüner

"Wenn man mich heute Mittag um 14 Uhr gefragt hätte, dann hätte ich nicht daran geglaubt, dass ein Podium möglich ist. Unsere Strategie-Vorhersagen sprachen von Platz 5 im Idealfall. Das wäre schon ein tolles Ergebnis gewesen. Doch dann waren wir schneller als erwartet und unsere Konkurrenten hatten Probleme", strahlte Lotus-Einsatzleiter Alan Permane nach Platz 3 von Romain Grosjean.

Für den Piloten war es der erste Podiumsplatz seit dem GP USA 2013. Der Franzose erinnerte sich noch gut an den Jubeltag in Austin vor knapp 2 Jahren: "Ich war auf der Pressekonferenz damals etwas betrunken, weil ich mit Sebastian (Vettel) auf dem Podium etwas zu viel Champagner getrunken habe".

Erinnerung an Grosjean-Crash 2012

Doch Grosjean erinnerte sich im Moment der Freude auch an Zeiten, in denen es nicht so gut lief. 2012 löste der Lotus-Pilot an gleicher Stelle in Spa am Start eine Massenkollision aus. Grosjean wurde danach sogar für ein Rennen gesperrt.

Seitdem ist das Verhältnis zum Ardennen-Kurs gespalten: "Ich habe danach mit einem Psychiater gearbeitet, der sich auf Sportler spezialisiert hat. Es gibt viele Athleten, die so arbeiten und damit ihre Probleme bewältigen. Das hilft einem, Dinge einzuordnen und dann Leistungen wie heute abzurufen."

Grosjean fuhr ein couragiertes Rennen und sorgte mit einigen Überholmanövern am Ende der langen Geraden für Action. "Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe jede Runde genossen. Ich habe so hart gebremst, wie ich konnte. Das war wohl eines meiner besten Rennen. Auf der letzten Runde habe ich fast geheult", strahlte der gebürtige Genfer nach dem 10. Formel 1-Pokal seiner Karriere.

Kein Duell gegen Vettel

Auf den Angriff gegen Sebastian Vettel mussten die Fans leider verzichten. Ein Reifenplatzer entschied das Duell kampflos zugunsten von Grosjean. "Er hätte sicher eine gute Chance im direkten Duell gehabt. Wir wussten, dass die Reifen von Sebastian am Ende des Rennens immer mehr nachlassen", so die Analyse von Ingenieur Permane. Grosjean erlebte in der entscheidenden Szene einen Schreckmoment: "Ich war direkt hinter Sebastian und als sein Reifen wegflog war das etwas beängstigend."

Mit Monza wartet in 2 Wochen schon die nächste Highspeed-Strecke. Permane hofft auf ein ähnliches Resultat: "Ich sehe keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte. Unser Auto funktioniert in der Konfiguration mit wenig Abtrieb sehr gut." Grosjean warnte vor zu viel Optimismus: "Man weiß nie, was dort passiert. Hoffentlich funktioniert es so gut wie heute. Aber jetzt denke ich erst einmal daran, wo ich heute Abend einen guten Drink herbekomme."

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