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Lotus-Diskussionen in Korea

Grosjean bettelt vergeblich um Stallorder

Grosjean vs. Räikkönen - GP Korea 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Bei Lotus hing der Haussegen in Korea schief. Romain Grosjean hätte das Rennen gerne vor Kimi Räikkönen beendet und forderte über Funk eine Stallregie ein. Der Kommandostand verzichtete auf einen entsprechenden Funkspruch an den Iceman. Er hätte wohl auch nichts genutzt.

06.10.2013 Tobias Grüner

Nach dem Rennen auf dem Podium konnte man Romain Grosjean die schlechte Laune an den Gesichtszügen ablesen. Bei den anschließenden Fragen der Presse gab sich der Franzose dann plötzlich wieder gut gelaunt. Das hatte er auch von seinem Renningenieur aufgetragen bekommen. "Diskutieren können wir später immer noch", hatte Ayao Komatsu seinem Schützling eingebläut.

Was war passiert? In der Runde nach dem ersten Safety-Car-Neustart hatte Kimi Räikkönen den Teamkollegen am Ende der Zielgeraden ausgetrickst. "Er hatte einen Fehler in der vorletzten Kurve gemacht. Ich bin relativ einfach vorbeigegangen und habe gewusst, dass am Ende der anschließenden Geraden gelbe Flaggen geschwenkt werden. Deshalb konnte Romain nicht kontern", erklärte der Iceman gewohnt emotionslos.

"Ich war der schnellere Lotus"

Grosjean sah die Sache nicht so cool. Über Funk forderte er in der Schlussphase immer wieder eine Stallregie zu seinen Gunsten. Seine Reifen hatten 6 Runden weniger auf der Lauffläche. Immer wieder versuchte der Franzose die Box davon zu überzeugen, dass er noch bessere Chancen habe, Vettel an der Spitze einzuholen als sein Teamkollege. Räikkönen hatte dieses Privileg in diesem Jahr ebenfalls schon bekommen, zum Beispiel am Nürburgring.

Doch die Teamleitung stellte sich taub. Irgendwann schaltete sich sogar Teamchef Eric Boullier in die Konversation ein. Er hatte genug von den hitzigen Diskussionen und forderte seinen Schützling auf, den Teamkollegen gefälligst auf der Strecke zu überholen, wenn er schneller sei. Doch das gelang Grosjean nicht. "Ich war der schnellere Lotus heute. Aber hier kann man leider trotz der langen Geraden nicht überholen", winkte der Pilot ab.

Erst Kritik dann Lob für Grosjean

Boullier erklärte nach dem Rennen: "Romain muss noch einen Lernprozess durchmachen. Solche Situationen wie heute werden ihn zu einem reiferen Rennfahrer machen." Und warum hat man seinem Wunsch nach Stallregie nicht entsprochen? "Er hat einen Fehler auf der Strecke gemacht. Deshalb ging Kimi vorbei. Es gab keinen Grund, die Reihenfolge zu wechseln. Sebastian Vettel hätten wir sowieso nicht mehr bekommen. Heute ging es nur darum, den zweiten Platz abzusichern."

Trotz der Diskussionen am Funk gab es vom Teamchef aber auch noch Lob: "Seit 6 Rennen liefert Romain nun die gleichen Ergebnisse wie Kimi ab. Das ist unser Referenz-Wert. Wenn er ein schlechtes Auto hat, gibt er sein bestes. Wenn er ein gutes Auto hat, steht er auf dem Podium. Dort wäre er auch in Singapur gelandet." Selbst den Diskussionen am Funk konnte Boullier noch etwas Gutes abgewinnen: "Es ist doch schön zu sehen, dass die Piloten mit den Plätzen 2 und 3 nicht zufrieden sind. Genau das wollen wir sehen."

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