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Lotus-Einsatzleiter Alan Permane

"Liegen auf ähnlichem Niveau wie Ferrari"

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 9. Mai 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Lotus hat in Barcelona die ersten WM-Punkte des Jahres gesammelt. Trotzdem wollte bei Einsatzleiter Alan Permane nur verhaltene Freude aufkommen. Es war noch mehr drin. Gerne hätte der Brite gesehen, wie das Duell mit Ferrari ohne das Motoren-Problem bei Romain Grosjean ausgegangen wäre.

18.05.2014 Tobias Grüner
Die ersten Punkte sind eingefahren. War das der Befreiungsschlag?

Permane: Ja, aber es wäre schön gewesen, wenn noch ein bisschen mehr dabei herausgekommen wäre. Im ersten Stint konnte sich Romain (Grosjean) komfortabel vor beiden Ferrari halten und sogar leicht wegziehen. Dann tauchte leider ein Problem mit dem Motor auf (Zündaussetzer, Anm. d. Redaktion). Da hat er jede Menge Leistung verloren.

Wie viel hat das gekostet?

Permane: Genau kann ich das nicht beziffern. Aber er hat nicht nur Power verloren. Das Problem hat sich auch auf die Fahrbarkeit ausgewirkt. Die Gangwechsel waren beeinträchtigt, weil große Schwingungen auftraten. Das ganze Auto wurde erschüttert. Das war leider Pech und hat uns richtig was gekostet. Aber sowas kommt vor, auch wenn es schade ist. Renault hat uns in Barcelona aber auch einen weiteren guten Schritt nach vorne gebracht. Wir sind unsererseits auch mit dem Rest vom Auto vorangekommen - sowohl was die Spitzenleistung als auch die Fahrbarkeit angeht.

Wo wäre Romain ohne das Problem gelandet?

Permane: Ich denke, dass er die Ferrari hinter sich gehalten hätte. Vettel wäre schwierig geworden. Er hatte ein deutlich schnelleres Auto als wir. Selbst mit einem perfekten Rennen hätten wir ihn wohl nicht geschlagen. Ein 6. Platz wäre also realistisch gewesen. Mit Platz 8 haben wir aber wenigstens die ersten WM-Punkte. Das war wichtig. Wir haben gesehen, was das Auto kann. Und das auf einer Strecke, die wirklich viel vom Auto abverlangt und die Stärken und Schwächen aufzeigt. Da hat es wirklich gut funktioniert. Ich denke, wir können eine gute Saison ab jetzt erwarten.

Wo sehen Sie Lotus in der Rangfolge der Teams? Schon direkt hinter Red Bull?

Permane: Das ist noch zu früh zu sagen. Wir machen mit dem Auto immer noch sehr große Fortschritte in kurzer Zeit - sowohl mit dem Chassis als auch mit dem Motor. Im Qualifying lagen wir vor Ferrari. Im Rennen kamen wir hinter ihnen an. Was ohne das Motor-Problem passiert wäre, ist wie erwähnt schwer zu sagen. Sagen wir einfach: Wir liegen im Moment auf einem ähnlichen Niveau wie Ferrari.

Glauben Sie, dass die Fortschritte mit dem weiter so groß ausfallen? Ist noch mehr Potenzial drin?

Permane: Da habe ich absolut keine Zweifel. Wir legen in jedem Rennen große Schritte in Sachen Abtrieb nach.

Geht es vor allem mit Updates voran oder steckt auch in der Setup-Arbeit noch viel Luft nach oben?

Permane: In Barcelona war es eine Mischung aus beidem - sowohl vom Setup als auch vom Update-Paket haben wir Fortschritte gemacht.

Und in den nächsten Rennen?

Permane: Wir legen weiter an Abtrieb nach. Wir werden nicht aufgeben. Auf keinen Fall. Wir geben weiter Vollgas.

Wie sehen die Erwartungen für Monaco aus?

Permane: Ich denke, dass unser Auto dort gut funktionieren wird. Wir haben ein paar Updates. Ein spezielles High-Downforce-Paket gibt es aber nicht. Wir haben schon an den niedrigen Top-Speeds in Barcelona gesehen, dass unser Auto in einer Konfiguration mit  erhöhtem Abtriebs und Luftwiderstand abgestimmt ist. Ich erwarte in Monaco eher, dass die anderen uns diesbezüglich etwas näher kommen.

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